#87 – Niemand wartet auf dein Produkt – warum Kundennähe über Erfolg entscheidet, mit Fabian Beck
Shownotes
Vom Produkt zum Markt – warum Kundenfeedback über Erfolg entscheidet
In dieser Episode spreche ich mit Fabian Beck, Co-Founder und CSO von OriginStamp, über seinen Weg vom Wirtschaftsinformatik-Studenten zum Unternehmer und darüber, was es wirklich braucht, um aus einer technologischen Idee ein erfolgreiches Produkt zu entwickeln.
Denn eine gute Lösung allein sorgt noch lange nicht dafür, dass die Kunden kommen. Fabian erzählt, warum der direkte Austausch mit potenziellen Kunden für ihn zu einem der wichtigsten Learnings wurde – von hunderten Cold Calls über erste Prototypen und Feedbackschleifen bis hin zu mehreren Tausend Nutzern und einer Partnerschaft mit bexio. Wir sprechen ausserdem darüber, wie KMU Technologie sinnvoll einsetzen, Prioritäten setzen und bei aller Digitalisierung den Blick für das Wesentliche behalten.
Wir sprechen über:
- warum ein gutes Produkt allein noch keinen Markterfolg garantiert
- wie Kundenfeedback und kleine Iterationen die Produktentwicklung verbessern
- den Weg von Cold Calls und ersten Testkunden zu einem skalierbaren Produkt
- warum KMU nicht jede technologische Lösung selbst entwickeln müssen
Takeaways:
- Sprich mit deinen Kunden, bevor du viel Zeit und Geld in die Entwicklung investierst. Entwickle in kleinen Schritten, teste früh und passe konsequent an. Verstehe zuerst das Problem deiner Kunden – und kommuniziere dann klar, welchen konkreten Nutzen deine Lösung schafft. Technologie soll unterstützen und vereinfachen. Entscheidend bleiben Fokus, Neugier und der Mensch dahinter.
Mehr zu Fabian: LinkedIn
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Transkript anzeigen
00:00:00: Dann greift wieder diese Regel, wer nicht mit der Zeit geht.
00:00:08: Bevor wir starten noch ein kurzer Praxis-Tipp.
00:00:11: Wenn du Sitzungen oder Sprachnotizen von Schweizerdeutsch ins Hochdeutsche transkribieren willst, gibt es oft Probleme.
00:00:17: Viele Tools haben Mühe mit dem Dialekt die SchweizerDeutsche übersetzen.
00:00:22: Verstattet praktisch alle Dialekte und transkribiert alles auf Hochdeutsch.
00:00:26: Das spart mir persönlich ganz viel Zeit im Alltag, mit dem Code RECA-RECCA kannst du die App einfach eine Stunde lang gerade ins Testen.
00:00:34: Probier es aus!
00:00:35: Den Link findet ihr in der Show Notes.
00:00:36: Vielleicht sportt auch dir das ganze Zeit.
00:00:40: Gut, also Fabian.
00:00:41: Herzlich willkommen hier zum Podcast.
00:00:45: Schön, dass du angefunden hast was du in der Zeit nimmst heute vor Ort... ...in diesem Setting.
00:00:52: Wie geht es dir zuerst einmal?
00:00:55: Läuft gut, muss ich sagen.
00:00:58: Jetzt ist der Sommer etwas entspannter oder wenn die Kollegen in Ätherien sind dann ist es auch selber ein bisschen ruhiger aber es läuft gut.
00:01:10: Verzähl mal etwas über dich.
00:01:11: du bist ja Co-Founder von Origins Stamp und bringen wir uns mal... oder führen wir uns einmal in die Geschichte von dir und wie das Ganze überhaupt so entstanden ist?
00:01:30: Das ist schon eine gute Frage, wo fange ich an.
00:01:34: Ich glaube, ich fange mal mit meinem Studium an.
00:01:39: Aber ich habe Wirtschaftsinformatik in Konstanz studiert.
00:01:45: Schon relativ früh hat mich diese Schnittstelle ... von Mensch und Technologie immer fasziniert.
00:01:52: Und ich habe gemerkt, ja... Ich hab die Fähigkeit diese technischen Sachverhalte gut zu verheiraten oder rüberzubringen auch und es verständlich jemandem zu erklären oder?
00:02:04: Und darum geht's eigentlich in der klassischen Rolle vom Wirtschaftsinformatiker.
00:02:12: Wo ich dann fertig war mit dem Studium oder gegen Ende von meinem Studium bin ich dann über Umwege Bekannte bei Origin Stamp gelandet oder war damals noch im Aufbau des Unternehmen gerade ein Jahr gegründet, wo ich dazugekommen bin.
00:02:29: und da war dann die Challenge am Anfang erstmal Awareness aufzubauen für das was wir tun.
00:02:42: auch dem Mehrwert klar zu kommunizieren von unseren Lösungen mit den Kunden gemeinsam zu wachsen.
00:02:48: Vielleicht kurz zur Origin Stamp selber und was meine Rolle da ist, also ich bin dann am Anfang für die Origin Stamp selbst.
00:02:59: Wir machen sichere Archivierungslösungen und sichere alles was mit Datenübertragung, Datenspeicherung Versiegelung zu tun hat, Datenqualität zu tun.
00:03:16: Das ist so.
00:03:16: unser Hauptbusiness und meine Rolle dort war, dass ich die Aufgabe hatte, die Herausforderungen hatte ein digitales Archivprodukt auf den Schweizer Markt zu bringen und eigentlich aus dem Nichts sozusagen aufzubauen.
00:03:37: Und da haben wir im Jahr mit dem ersten Produkt ZVDoc damals und habe die ganze Reise dann begleiten dürfen in meiner Rolle als Produktmanager, Schrägstrich Partner-Manager um auch neue Kunden Partnerschaften zu schließen.
00:03:58: Um dieses Produkt auch bekannt zu machen und zu vermarkten.
00:04:02: Und jetzt hast du ein paar Sachen angesprochen, die ich dann gerne tiefer hören will darauf eingehen.
00:04:06: und zwar Du hast schon gesagt, du hast Wirtschaftsinformatik studiert.
00:04:11: Irgendwann bekommst du überbekannte Möglichkeiten an den Origins-Stamp zu partizipieren und zu beteiligen oder du bist jetzt Co-Founder.
00:04:20: Das heisst, du hattest schon irgendwo durch eine gewisse Shares oder Auteil oder wie auch immer.
00:04:26: Ist das von Anfang an quasi das gewesen, was du gesagt hast, dass ich das gerne machen würde?
00:04:31: Weil du hast schon grundsätzlich nach einem Studium das Gefühl habt, die Welt steht mir offen.
00:04:38: Mich wollen alle, ich kann das Know-how und jeder kann von meinem Know-How profitieren.
00:04:45: Wie ist es effektiv zu umgegangen?
00:04:48: Also wie ist es überhaupt zu dem kommen?
00:04:50: Weil es gibt vielleicht einen oder andere raus, der jetzt zulässt und sagt ja, so eine Opportunität hätte ich auch.
00:05:00: Also die Wahrheit ist ... Ich habe einfach am Anfang einen Job gesucht.
00:05:10: Ich hab noch studiert und bin zurückgekommen aus... In Deutschland gibt es so ein Ding, das heißt Praxis-Semester.
00:05:19: Da muss man halbes Jahr arbeitet man irgendwo in einem Betrieb mit und kriegt dort einfach mal einen Einblick.
00:05:24: Bin da aus dem Praxissemester zurück gekommen nach einer Stelle gesucht, wo ich noch Teilzeit irgendwie arbeiten kann und noch ein bisschen mehr Arbeitserfahrung zu sammeln.
00:05:37: Dann habe ich einen Kollege von mir gefragt, ich wusste er arbeitet schon in einem Start-up irgendwo in der Schweiz und... Ich habe ihn so gefragt ja du kennst du vielleicht hier Unternehmen in der Gegend oder kannst du mir irgendwie was empfehlen?
00:05:51: Wo ich mich bewerben kann?
00:05:52: Und er meinte dann so Ja, arbeite da bei The Origin Stamp.
00:05:56: Das ist mega spannende Technologie, wir arbeiten mit Blockchain.
00:06:02: Wir arbeiten mit Datenversiegelungen und mit Cloud-Technologien.
00:06:07: Und dachte ich, mega spannend!
00:06:09: Dann habe mich einfach mal initiativ beworben also es war keine Stelle ausgeschrieben.
00:06:14: Ich habe einfach dort angerufen
00:06:17: und
00:06:18: gesagt ja, ich würde gerne bei euch vorbeikommen, mich vorstellen.
00:06:24: Zwei Wochen später bin ich dann mit dem damaligen Co-Founder Team, haben wir spazieren.
00:06:31: Und ja... Dann habe ich denen erklärt wie ich meine Oma die Blockchain erklären würde und anscheinend hat das wohl irgendwie überzeugt und sie haben da gesehen dass ich diese Fähigkeit hab das zu übersetzen was die Technologie den Menschen bringt oder die Technologie greifbar zu machen.
00:06:52: Wie wirst du es denn in der Oma erklären?
00:06:55: Also ich habe es damals erklärt wie so ein Tagebucheintrag oder du schreibst in das Tagebuch einfach immer rein, wem du wie viel Geld gegeben hast.
00:07:06: Und jetzt musst du dir vorstellen dieses Tagebuch hast nicht nur einmal sondern du hast es als tausende Millionen Kopien und deswegen ist recht schwer dann irgendwas in dem Tagebuch zu verändern und zu sagen das ist jetzt was da drin steht sondern die anderen sind quasi Ein Check, damit du halt nicht einfach was manipulieren kannst.
00:07:31: Und so steigt natürlich das Vertrauen in diese Blockchain am Ende des Tages.
00:07:35: Spannend!
00:07:38: Ich finde eine gute Analogie, muss ich ehrlich sagen.
00:07:43: Kann ich mitnehmen oder nehme ich gerne mit?
00:07:47: Jetzt hast du die spontanen Bewerbe gemacht... Dann bist du eingeladen worden, hast angegelt.
00:07:53: Ich meine, du hast auch gewisse Interessen gezeigt oder?
00:07:55: Du bist noch nicht Co-Founder, sondern du bist als Mitarbeiter gestartet.
00:08:01: Hat sich das etwas entwickelt bzw.
00:08:03: hat es die Möglichkeit bekommen um dich daran zu beteiligen?
00:08:07: Genau, also in der Anfangsphase war ich in den ersten eineinhalb Jahren dort zwölf Stunden die Woche ... Werkstudent Marketing angestellt oder gar nicht als Entwickler.
00:08:22: Also ich wollte eigentlich als Entwicklerin anfangen, aber die Kollegen meinten ja also wir sehen dich da in einer anderen Rolle und ich sag okay... Ich probiere das mal und habe dann am Anfang viel so Blog-Posts gemacht, Präsentationen erstellt und gegen Ende von meinem Studium war dann gerade so dieser Zeitpunkt, wo man dieses neue Produkt launchen wollte und sie haben jemanden gesucht der dort das Projektmanagement übernehmen kann.
00:08:54: Und dadurch dass ich dann schon die Firma kannte und auch die Produkte kannte mich sehr intensiv schon damit beschäftigt hatte, war das dann so ein Übergang oder?
00:09:02: So bin ich da erstmal Vollzeit eingestiegen und nach, sagen wir eineinhalb Jahren noch mehr ein paar Founder die Firma verlassen und so hat sich dann das halt aufgetan oder?
00:09:16: Und ich bin dann gefragt worden, hey Fabian wie sieht es aus.
00:09:20: Könntest du dir vorstellen da bei uns mitzumachen?
00:09:23: und seitdem bin ich bei der Origin Stamp
00:09:25: dabei.
00:09:26: Okay cool!
00:09:28: Ich meine vor allem in den Anfangsfasern von einer neuen Firma.
00:09:32: Ich kann's, du kannst es auch... Es macht mir auch viel Fehler.
00:09:37: Und die Learnings sind nicht mal Fehler, sondern Positiven im Grundsatz.
00:09:43: Das ist schon nicht etwas Negatives oder ganz im Gegenteil.
00:09:45: Wenn man keine Fehler macht, müssen wir sich fragen.
00:09:50: Also das ist schon etwas, was ... Wenn du zurückblickend reflektierst und auch die Arbeit anrufst von früher und heute.
00:10:04: Ich dachte, das kann doch nicht sein.
00:10:08: Früher war die Qualität aus meiner Erachtung zu früher top.
00:10:15: Aber wenn ich jetzt drei Jahre in der Luft schaue, denke ich, es kann doch gar nicht sein, dass Qualität so groteschlecht ist, weil wir sich ja entwickeln.
00:10:25: Groteschleich ist vielleicht das falsche Wort ... Was wirst du so?
00:10:30: Was sind so die Learnings draussen aus?
00:10:33: Oder was würdest du vielleicht auch in Zukunft anders machen, oder wenn die Möglichkeit nochmal ist.
00:10:42: Das hätte ich von Anfang an jetzt weiss es besser.
00:10:48: Also ich glaube wir sind ja ein relativ technologiegetriebenes Unternehmen also wir verkaufen Software Lizenzen im großen Stil Und ich glaube mein größtes Learning war, dass... Also meine Vorstellung war, wo ich aus dem Studium rausgekommen bin.
00:11:10: Du entwickelst eine Lösung und auf einmal rennen dir die Leute die Bude ein.
00:11:14: Die wollen einfach, die kommen mit den Scheinen.
00:11:17: oder wollen wir einfach
00:11:18: das machen?
00:11:19: Warten auf dich!
00:11:21: Und dann habe ich irgendwann gemerkt es wartet keiner.
00:11:23: Es wartet keine auf dich.
00:11:26: Man hat uns viel beigebracht wie man Software entwickelt, wie man software prüft.
00:11:32: Im
00:11:33: Studium jetzt?
00:11:34: Ja
00:11:34: Softwareprojekte koordiniert aber man hat uns nie erklärt wenn du es mal als das Softwareprodukt hast... Wie musst du überhaupt an den Markt gehen damit du das erfolgreich verkaufen kannst?
00:11:45: Wie musst Du kommunizieren?
00:11:49: Welche Methoden kannst du anwenden um dein Kunde besser zu verstehen?
00:11:54: welche Fragen musst du auch in Kunden gesprochen, beispielsweise führen um rauszufinden was tatsächlich der Kunde braucht und ihm das dann liefern zu können.
00:12:03: Das sind so glaube ich für mich persönlich auch die Hauptlearnings gewesen und ich glaube im Bezug auf die Firma würde ich sagen lieber kleine Schritte zu machen und viele Iterationsschleifen statt zu versuchen von Anfang an den Big Shot zu machen.
00:12:23: Die Gegebenheiten verändern sich so schnell, dass man lieber sich schneller anpassen sollte statt zu versuchen jetzt einem Plan den man irgendwann mal festgesetzt hat zu stark festzuhalten.
00:12:36: Sonst verliert man die Flexibilität und die Agilität.
00:12:39: Du sprichst vor allem wahrscheinlich organisatorisch nach in diesem Sinn?
00:12:43: Wie sieht es dann auf die Produkte Basis aus?
00:12:47: Dort hast du auch, ihr habt ein Produkt.
00:12:49: Das entwickeln wir.
00:12:49: Ich sage jetzt mal im Stilen Kämmerli, entwickelt mir das.
00:12:53: Dann geht es auf den Markt und hat das Gefühl, jeder will das.
00:12:57: Wir müssen rausgehen, wir müssen Promotion machen, wir muss Marketing machen.
00:13:01: Man muss sich quasi positionieren und bekannt machen.
00:13:09: Was ist dort so etwas ... Das mühre ich euch jetzt empfehlen.
00:13:18: Ich glaube, das Wichtigste ist immer mit dem Kunden im Austausch zu bleiben.
00:13:25: Also ich muss erst mal wissen wen möchte ich überhaupt ansprechen?
00:13:29: Was hat der für Probleme sich in dem seine Situation reinzuversetzen also beispielsweise unser Archivprodukt oder es vermarkten werden?
00:13:37: Treuhänder und KMU.
00:13:39: Und bei den KMU sind es meistens Personen in der Administration, die dann die Lösungen benutzen.
00:13:44: Und dann haben wir halt zum Beispiel sehr intensiv auch mit Treuhändern Kontakt gehabt, mit denen viel gesprochen hat.
00:13:51: wie sieht euer Arbeitsalltag aus?
00:13:53: Was sind das so die Herausforderung um denn dir das als Impulse für unsere Entwicklung zu nehmen und dann Kleinen schleifen und teilweise haben wir auch auf Papier dann irgendwelche sketches gemacht, wo es klaut noch nicht gab oder nicht so fancy mockups und Prototypen basteln konntest.
00:14:12: Haben wir alles noch auf papier Bilder gezeichnet und ich habe das Kunden einfach gezeigt haben gesagt Schau mal her so und so würden wir das jetzt vielleicht lösen.
00:14:21: geht das in die richtige Richtung?
00:14:23: Oder hast du dir da was anderes vorgestellt?
00:14:25: wie würdest du damit arbeiten sozusagen diese Vorarbeit, bevor ich dann in die Entwicklung tatsächlich starte.
00:14:32: Weil das ist halt teuer oder?
00:14:36: Das ist glaube ich so der Punkt wo ich sagen würde superzentral wichtig diesen Austausch zu haben mit den Kunden und... Bevor ich in die Entwicklungsstaate schon mal vorher ein bisschen abzuklappern
00:14:53: wie groß
00:14:53: ist der Bedarf tatsächlich?
00:14:55: weil wir hatten auch Features entwickelt.
00:14:58: Die haben wir wieder abgeschaltet nach einem Jahr, weil sie keiner benutzt hat.
00:15:03: Das waren halt auch schmerzliche Learnings am Ende des Tages, wo du dann auch wieder gezeigt bekommst ... Ja?
00:15:10: Du bist selber oft in deiner eigenen Bubble unterwegs und dann brauchst du von außen diesen Input.
00:15:17: Das und das brauche ich tatsächlich.
00:15:19: Ich stelle mir das aber auch noch relativ schwierig vor oder?
00:15:21: Ich meine, du startest ein Start-up oder du hast keinen Kundenkontakt, vielleicht weisst du deine Zielgruppe.
00:15:29: Das ist das Erste, was mir sicher sinnvoll ist, dass man die Zielgruppen weiss.
00:15:35: Man hat ein Produkt und kann sich bis zu einem gewissen Maß vorstellen, was die Zielgruppe könnte für Probleme haben.
00:15:41: Und dementsprechend löst man über dieses Produkt diese Probleme.
00:15:45: Das sind schon mal zwei Dinge.
00:15:47: Aber effektiv nachher rauszugehen und sagen hey ich habe kein Kunden gibt mir ein Feedback zu diesem Produkt Wie macht das?
00:15:57: Also, wir haben einfach... Das darf ich jetzt nicht so laut erzählen.
00:16:02: Ich abstrahliere es mal oder?
00:16:05: Wir haben mit einem Treuhandverzeichnis, wir hatten Firmen-Webseiten und ich bin dann durchgegangen und habe einfach hunderte Treuhandsbüros angerufen und gesagt so und so bis in eine Firma aus Kreuzlingen.
00:16:21: Also Cold Call und such gemachte!
00:16:23: Kold-Calls habe ich gemacht, eben wir sind gerade dabei.
00:16:26: Wir sind am überlegen oder wir sind da gerade dabei ein Produkt zu entwickeln.
00:16:32: aber ja wir sind das sehr dankbar für Feedback.
00:16:37: werden sie bereit eine halbe Stunde sich zweizunehmen und einfach mal sich das Produkt anzuschauen uns Feedback zu geben oder auch noch Input zu geben?
00:16:45: was wie könnte man denn ihre Herausforderung noch besser damit lösen?
00:16:52: Das war definitiv eine herausfordernde Zeit, immer mit dieser Rückweisung dann auch teilweise wieder neu anzurufen.
00:17:03: Aber das hat uns die meisten Learnings für dieses Produkt
00:17:07: gebracht.
00:17:07: Ich kann mir das sehr gut vorstellen, vor allem auch für dich oder für die Person, die Ankläuten hat!
00:17:14: Wahrscheinlich eine der grössten Learnings.
00:17:16: Absolut,
00:17:17: weil ich mich nervt sehr selber wenn ich Leute anrufe oder ich weiß genau wie sie es anrufen.
00:17:23: Und dann sitzt ihr halt auf der anderen Seite vom Hörer.
00:17:27: und trotzdem du weißt das ist der einzige Weg oder einen Weg eben das zu schaffen.
00:17:34: Ja aber ich glaube eben dass zeigt auch wieder oder gewisse Initialaufwand wir musst ihn kaufen oder man hat das Gefühl mit dem Produkt durch Deckung an.
00:17:46: Und ich werde dann Unicorn und keine Ahnung was, oder?
00:17:51: Das findet in den meisten Fällen statt weil man in der eigenen Babel ist und nicht quasi eine Ausserperspektive hat.
00:18:00: So holst du die Ausser- Perspektiven rein.
00:18:03: Mit Kohlkahl ist es natürlich ganz mutig, sagen wir jetzt mal.
00:18:07: aber ich glaube der beste Weg, durchaus der beste weg
00:18:11: Ja und natürlich auch über, also am Ende des Tages auch dann über persönliche Beziehungen die man dann auch über einen längeren Zeitraum aufbaut und pflegt.
00:18:22: Wir haben Kunden, die haben unser Produkt genutzt.
00:18:27: wo ich jetzt sagen würde... Da schäme mich mir fast dass man das Produkt so jemandem hinstellt.
00:18:33: aber die haben dran geglaubt sie waren überzeugt die fanden es cool ja dass da jemand Neues versucht das Problem besser zu lösen als andere.
00:18:42: Das muss man wertschätzen am Ende des Tages und auch im persönlichen Austausch.
00:18:50: Da geht es dann nicht mal nur darum, das zu verkaufen sondern einfach diese Beziehungen zukunden zu pflegen und aufrechtzuhalten weil die auch dein Produkt weiter tragen wenn sie überzeugt sind.
00:19:03: Ja ja, weitere Empfehlung natürlich oder?
00:19:05: Absolut!
00:19:06: Jetzt hast du gesagt wir machen das anders als andere.
00:19:09: was haben denn die anderen gemacht?
00:19:11: ... wo ihr besser gemacht habt oder macht?
00:19:16: Also...
00:19:18: Das ist jetzt natürlich
00:19:22: ein sehr isoliertes Thema im Bezug auf das Archiv.
00:19:26: Wir haben verschiedene andere Produkte, aber da kann ich am besten eine Auskunft geben weil da bin ich einfach inhaltlich am tiefsten drin.
00:19:36: Die bestehenden Lösungen sind sehr stark auf größere Unternehmen ausgerichtet Und die kommen auch aus einer anderen Zeit, wo man noch viel On-Premises Installation hatte.
00:19:50: Noch Desktop Applikationen hatte und die haben es eigentlich verpasst dann einfache Cloud Lösungen bereitzustellen, die flexibel einsetzbar sind für im Speziellen jetzt digitale Rechnungsarchivierung, Vertragsarchivierung Informationsdokumentation.
00:20:11: Und da haben wir eine Chance gesehen für KMU, eine Nischenlösung anzubieten die einfach bedienbar ist.
00:20:18: Die super gut integriert ist in andere Lösungen wo KMUs einsetzen.
00:20:23: und ja das war so unser Ziel, unser Anspruch oder?
00:20:31: Es ist auch wichtig, dass man gewisse Schnittstellen und Integrationen anbietet.
00:20:36: Das zeichnet ja euch unter anderem auch.
00:20:40: Mit gewissen Herstellern oder Wechseln kann man das sagen.
00:20:43: Zum Beispiel ist er voll integriert.
00:20:45: Er nutzt sich selbst auch.
00:20:49: Wir haben die ganze Aufbewahrungspflicht- thematikregulatorische Natur.
00:20:55: von zehn Jahren in unserem Segment im Gesundheitswesen, zwanzig Jahre.
00:21:01: Genau und die Aufbauungsfrist oder Pflicht müssen wir einhalten?
00:21:07: Ja ich meine das ist natürlich aus Marketing Sicht ein sehr heikles Thema.
00:21:13: oder weil... Die Grundemotion jetzt irgendwie Buchhaltung zu machen oder Administration zu machen ist ja erst mal eher negativ Und wir haben versucht es umzudrehen und zu sagen Wir machen es für dich einfach, das Ganze zu erledigen.
00:21:31: Möglichst einfach gelöst, damit du den Kopf frei hast und dich auf deinem Hauptbusiness konzentrieren kannst.
00:21:38: Das war der Anspruch an die Zielsetzung.
00:21:44: Ja, spannend!
00:21:45: Und dann sind wir auf dem Markt.
00:21:47: Dann haben da ein paar Testkunden... Aber das ist ja noch nicht billig.
00:21:52: Wir haben noch keine Lizenzen gekauft, oder?
00:21:55: Wir sind mit dem Produkt angegangen.
00:21:58: Die haben angeläutet und das Tester hat ihren Feedback bekommen.
00:22:01: Sie haben quasi Loops gedreht und das entsprechend optimiert.
00:22:05: Ein paar Dinge schossen sie raus.
00:22:07: Und dann hat es einen MWP wahrscheinlich gegeben.
00:22:10: Oder Minimum Viable Product oder so.
00:22:12: Ja.
00:22:12: Wie kommen die Kunden dazu zu zahlen?
00:22:17: Ich
00:22:20: glaube, ich glaube, es hat ein halbes Jahr gedauert ... bis mal der erste zahlende Kunde dann da war.
00:22:30: Ja, es war.
00:22:30: dann glaube ich einfach auch die Kombination aus.
00:22:34: immer wieder diese Feedback-Schleifen durchführen aber auch dann mal Kunden Zugriff zu geben und zu sagen hey probier's doch mal raus.
00:22:46: Es ist natürlich schwer zusammenzufassen oder?
00:22:48: Das ist eine Kombination von verschiedenen Sachen.
00:22:52: oder du musst einerseits auf Produktseite Die Dinge, die verbessert werden müssen verbessen.
00:22:58: Du musst deine Webseite ab-to-date bringen also du musst... ...die Probleme, die dein Kunde hat klar kommunizieren wie du sie besser lösch und welchen Vorteil er konkret dadurch hat.
00:23:10: Dann brauchst du ein klares Pricing.
00:23:13: oder weil ohne Pricings kann niemand deine Leistung beziehen?
00:23:18: Und auf der anderen Seite musst du dann wenn sich jemand registriert hat Self-Service Produkt, das heißt du registrierst dich einfach.
00:23:25: Da haben wir ganz viel auch investiert in.
00:23:28: wie kann ich jetzt jemanden der sich registriert hat unterstützen die Applikations zu nutzen also Tutorials, Onboarding Geschichten Schulungsvideos Blockposts.
00:23:44: Wir haben extrem viele Beiträge als Blockbeiträge damals auch dann veröffentlicht um sichtbar zu werden auf Google Geiz geschrieben, zur Archivierungspflicht und wie es das funktioniert.
00:23:59: Wenn jetzt jemand den Podcast anhört und sich fragt mit was soll ich denn so Marketing technisch anfangen?
00:24:07: oder würde ich den Rat geben?
00:24:08: versuche irgendwas wo direkt oder indirekt mit deinem Service zu tun hat möglichst qualitativ hochwertig aufzuarbeiten, dass es einen Mehrwert für den Leser hat oder so stärkst du natürlich auch dann deine Marke die Wahrnehmung von dir als Experte.
00:24:27: Ja das finde ich noch ein wichtiger Import.
00:24:30: Ich meine du musst zuerst mal das Bedürfnis verstehen vom potenziellen Käufer zum der Nachher quasi sagen hey ich kann das bedürfen mit dem Angebot decken und mit diesem Produkt decken?
00:24:42: Definitiv ja!
00:24:48: Wie viele User reden wir jetzt da ungefähr, wo das Tool nutzt?
00:24:55: Inzwischen sind wir bei einige tausend in der Schweiz.
00:25:00: Ist es auch außerhalb von der Schweiz?
00:25:02: Wir
00:25:03: sind gerade am Skalieren oder?
00:25:08: Wir haben das Produkt, was wir erst mal entwickelt haben... Prinzip umgebaut, dass man es auch für andere Anwendungsfälle einsetzen kann.
00:25:20: Beispielsweise im Versicherungswesen, wenn du jetzt einen Unfall hast damit du beweisen kannst.
00:25:27: So und so sah es genau aus an dem Tag oder?
00:25:30: Ich habe da nichts mehr manipuliert nachträglich.
00:25:33: So war der Zustand dort und dort.
00:25:36: Da haben wir zum Beispiel auch Partnerschaften wo wir gerade am Aufgleich sind nach Deutschland.
00:25:42: oder gibt es auch Aufbewahrungspflichten?
00:25:44: International Europa gibt's auf Bewahrungspflichten für Rechnungen.
00:25:48: Da sind wir jetzt gerade so ein bisschen am internationalisieren, also Schweizer Markt sind mir glaube ich schon recht gut unterwegs.
00:25:55: Also damals letztes Jahr mit Bexio eine Partnerschaft schließen dürfen.
00:26:02: Es gibt jetzt das Bexios Archiv.
00:26:08: Im Marketplace ist quasi unsere Archiv-Lösung SWEDOC.
00:26:12: Baxio selber hat aber jetzt auch das Archiv entwickelt und es ist unsere Lösung, die OriginStamp entwickelt hat oder?
00:26:19: Ach so okay!
00:26:20: Das ist letztlich einfach Baxia vermarktet... Ja,
00:26:24: das ist Spite Labeling.
00:26:26: Genau, Spite labeling Produkt.
00:26:28: Ist schon spannend, wie kommt man überhaupt zu so einer Kollaboration?
00:26:32: Ich meine, Bexio ist doch nicht ein kleiner Anbieter.
00:26:37: Ich denke es war vor allem die Tatsache dass wir zeigen konnten das der Bedarf auch da ist vom Markt oder und für so ein Unternehmen wie Bexo war glaube ich zentral zu sehen dass es einen breiten Markt für das Produkt gibt oder viele von ihren eigenen Kunden so ein Produkt nachfragen und dafür mussten wir den Beweis erbringen.
00:27:08: Wir waren natürlich regelmäßig auch im Austausch mit dem Team von Baxio, verschiedene Events gehabt oder ich glaube mit der Zeit haben sich dann einfach so häufig die Anfragen beim Baxios selber geholfen das sie gesagt haben ok jetzt bieten wir uns eigene Produkte an glücklicherweise oder war man dann da zur richtigen Zeit am richtigen Ort auch.
00:27:31: Okay, cool!
00:27:32: Aber das ist auch eine schöne Erfolgs-Tour, wenn wir so rückwichtig betrachtet haben... Wir hatten einen Starter mit Coldcalls oder Troihänder und jetzt sind er in einem, ich sage zumal vom Schweizer Markt doch für kleine Keimus etablierte Produkte wie Bexio.
00:27:47: Und an dieser Stelle muss ich sagen, dass wir keine Sponsoring von Bexia haben.
00:27:51: Es ist eine kostenlose Wärmung.
00:27:53: Bexios kann sich gerne melden für Sponsorings.
00:27:57: Ist eigentlich schon ein schönes Erfolgsstory.
00:28:00: Ja auf jeden Fall, also wenn ich jetzt so zurückschaue vor drei vier Jahren wie das Produkt aussah wo wir da standen und wo wir jetzt stehen Das macht natürlich auch stolz.
00:28:14: oder wenn man dann so eine Erfolgsstory selber schreiben kann mit dem eigenen Team und selbst dazu beitragen kann gibt einem dann schon auch ein gutes Gefühl, aber man vergisst so ein bisschen im Alltag.
00:28:29: Weil man halt weiter in seinem Hamsterrad ist oder vergiss man manchmal das tatsächlich wertzuschätzen und zu verinnerlichen, hey!
00:28:38: Das haben wir jetzt geschafft oder?
00:28:40: Mega cool.
00:28:41: Ja oftmals ist es so, man setzt sich auf Ziel und Milestones und Züge und Sachen, hat man das Ziel erreicht und macht ihn schon wieder weiter.
00:28:48: Anstatt sich zu besinnen und sagen okay, jetzt schauen wir mal zurück... Wir klopfen auf die Schulter und sagen, dass wir mega stolz sind.
00:28:58: Ich glaube das ist schon wichtig aber es geht im Alltag unter.
00:29:01: Ja es ist glaube ich die Kombination aus Beidem.
00:29:04: oder also... Ich meine wir haben natürlich auch ein Team wo man einen größeren Erfolg hat.
00:29:10: oder da haben wir auch mal mit Champagner angestoßen und waren dann zusammen essen oder ich glaube das war auch wichtig solche Erfolge zu feiern trotzdem nicht arrogant zu werden, deswegen oder jetzt zu meinen.
00:29:26: Wir sind die Beste und wir sind jetzt die Schlauchten.
00:29:30: Es ist auch gefährlich oder?
00:29:31: Weil so schnell wie der Aufstieg geht kann jemand anderes dir vielleicht auch das Wasser reichen irgendwann oder hat noch eine bessere Idee löst das Problem noch besser.
00:29:42: und deswegen glaube ich... ist so die Balance wichtig.
00:29:46: Erfolge feiern, zufrieden auf das zurückblicken aber gleichzeitig auch immer kritisch selbstkritisch zu überlegen was können wir besser machen um noch einen besseren Wert am Ende zu bringen?
00:29:59: Ja ich glaube das ist aber essentiell.
00:30:00: oder also wenn man den Boden unter den Füßen verliert weil man halt einfach abhebt und so quasi wie die Authentizität nicht mehr.
00:30:11: Also heute, wo wir aussprünglich mal gehabt haben und Elan ... Das Gefühl hat ja gut, jetzt bin ich eh safe.
00:30:18: Jetzt haben wir es geschafft quasi.
00:30:19: Jetzt kann ich zurücklehnen.
00:30:22: Das ist wahrscheinlich nicht nachhaltig.
00:30:26: Ich glaube das funktioniert nur eine gewisse Zeit lang oder?
00:30:31: Dann greift wieder diese Regel, wer nicht mit der Zeit geht, geht mit derzeit.
00:30:35: Absolut!
00:30:36: Gerade in den Zeiten aktuell ist natürlich auch in der Software-Branche extrem viel Wandel und Veränderungen drin.
00:30:45: Ich kann mir gleich vorhin noch die Frage aufkommen.
00:30:47: Du hast schon gesagt, Bexio hat auch eine Lösung als White Labeling anbietet.
00:30:56: Aber er bietet noch Schnittstellen oder beziehungsweise auf dem Marketplace Svidok an... die man integrieren oder anbinden kann, muss man so sagen und über die Schnittstellen.
00:31:06: Was ist eigentlich die Motivation, dass ein Unternehmen das so macht?
00:31:11: Also es gibt ja andere, die sagen, wir könnten auf eure Lösungen ... Anstatt eure Lösung anzubieten, dürfen wir unsere eigene Lösung in diesem Sinn puschen.
00:31:26: Du meinst jetzt aus Sicht von so einem Unternehmen wie ...
00:31:30: Aus Sicht des Unternehmens oder auch vom User?
00:31:32: Also ich als User gehe auf BXO.
00:31:36: Bleiben wir bei dem BXo-Bespiel, oder?
00:31:38: Ich habe Archivierungen genutzt und habe aber nicht einen Autos... Zumindest an heute zu dieser Podcastaufnahme.
00:31:46: Nicht eine automatische Synchronisation von meinem Posteingang bzw.
00:31:52: Kreditoringang zu dieser Archivierung von Bexio.
00:31:59: Bei euch habe ich das.
00:32:01: Es wird in einem Zyklus, wie auch immer über Nacht, synchronisiert.
00:32:07: Ich kann heute etwas erladen und sicher sein morgen habe es.
00:32:10: Plus habe ich die ganze Suchfunktionmöglichkeiten für meinen Treuhänder.
00:32:17: Ist das das Beste?
00:32:18: Weil sie ist textbasierte Suche.
00:32:23: Und dann frage ich mich ... Was ist eigentlich, also wieso muss ich das Unternehmen, so kann man nicht das Unternehmen sagen.
00:32:28: Ich weiss schon was, mir lohnt es ein Video, wenn noch etwas Handliebe kommt, wir empfehlen uns ein Video und du musst es selber machen.
00:32:36: Kann man vielleicht nicht abschliessen beantworten?
00:32:37: Aber vielleicht gibt's mögliche... Meinst Du
00:32:40: sozusagen, warum sollte ich jetzt eine extra Lösung dafür nutzen und nicht dasselbe machen oder?
00:32:49: Am Ende des Tages oder ich habe mal mit einem ... einem guten Kollege aus meinem Netzwerk, der ist Jurist oder?
00:32:59: Und er hat mir gesagt ja... Du kannst dir auch die Haare selber schneiden.
00:33:04: Aber du gehst trotzdem zum Friseur.
00:33:07: und
00:33:09: ich glaube in der Welt, in der wir leben oder?
00:33:15: Gibt so viele unterschiedliche Fähigkeiten von Menschen, von Unternehmen,... dass ich sagen würde ich nehme mir lieber... das richtige Werkzeug oder die Person, die Experte ist für das was sie tut statt zu versuchen dasselbe irgendwie zu wuscheln.
00:33:34: Also ich könnte natürlich auch meine Steuererklärung selber ausfüllen aber dann würde ich wahrscheinlich Fehler machen oder vielleicht etwas übersehen.
00:33:44: und deswegen sag' Ich gibt es lieber jemanden der sich damit auskennt, der sich nur damit auseinandersetzt.
00:33:50: Gibt es lieber meinem Treuhänder?
00:33:52: Und so gibts glaube ich immer wieder Probleme, denen ich begegne im Alltag jetzt im geschäftlichen Kontext oder wo man dann einfach sagen muss.
00:34:03: Versucht doch einfach nach Lösungen die es schon gibt.
00:34:06: du musst nicht das Rad neu erfinden.
00:34:08: Es gibt schon genug Lösungen da draußen.
00:34:10: vergleichen die probieren sie aus und dann ziehst du ja ob's funktioniert oder nicht.
00:34:17: Und was viele halt auch vergessen sind dann die Sekundärkosten die damit einhergehen.
00:34:24: Natürlich kann ich selber bauen, dann spare ich mir vielleicht ein bisschen Lizenzkosten.
00:34:29: Aber wer sorgt dafür dass das Tool weiterhin funktioniert?
00:34:34: Wer sorgt für dass es sicher ist?
00:34:36: Wer sagt dafür dass in zehn Jahren noch läuft?
00:34:40: Wer bezahlt den Strom für mein Server und so weiter?
00:34:44: Das sind alles Kosten die fallen in der Betrachtung häufig raus aber das sind halt wenn man das real berechnen möchte oder muss man das einfach alles berücksichtigen?
00:34:54: Vor allem Know-how.
00:34:55: Ich muss das Know-How intern aufbauen und so kaufe ich mir quasi eine Lösung, und das Know How ist bei euch!
00:35:01: Und ich muss das know how intern gar nicht aufbaut, ich muss wissen okay wenn irgendetwas ist dann muss ich zu.
00:35:07: Ja genau.
00:35:08: Das ist natürlich schon ein Fährpunkt.
00:35:11: Absolut.
00:35:14: Ja spannend.
00:35:17: Gibt es aus seiner Sicht sonst noch etwas, was du sagst... Das würde ich ... Du hast schon die Marketingthematik angesprochen, dass sie quasi rausgehen.
00:35:26: Gibt es sonst was?
00:35:27: Du sagst ja, das ist etwas auch von deinen Learnings vielleicht auch persönlich von dir.
00:35:32: Du hast dich ja auch weiterentwickelt oder?
00:35:34: Also das ist nicht etwas eines des Unternehmens aber du als Person wachst ihr schon auch mit.
00:35:41: Also ich glaube vor allem wenn's darum geht im Gespräch mit dem Kunde diese Empathie zu entwickeln.
00:35:53: Ich glaube, das war für mich persönlich so eine der größten Weiterentwicklungen von meinen Fähigkeiten.
00:36:00: also ich kann das Buch The Marm Test sehr empfehlen dafür.
00:36:07: da geht es darum welche Art von Fragen man stellen kann um wirklich auch rauszufinden hat mein Gegenüber tatsächlich ein Problem?
00:36:18: oder ist mein Gegenüber, wie wenn ich jetzt mit meiner Mutter spreche und sie fragt ja, wie findest du?
00:36:25: Sieht mein Outfit aus?
00:36:26: oder wird sich wahrscheinlich sagen.
00:36:28: Ja super oder mega toll aber eigentlich sieht es mega kacke aus.
00:36:36: Und ein geschäftlichen Konzik ist auch ähnlich.
00:36:41: Natürlich ist natürlich ein extremes Beispiel Aber der Mensch möchte natürlich ungern Konflikt verursachen und signalisiert dann tendenziell vielleicht eher, das ist ja interessant oder sehr toll.
00:36:58: Das ist natürlich eine wichtige Fähigkeit die man auch braucht herauszufinden okay bin ich da auf dem richtigen Pfad unterwegs?
00:37:09: Diese Methode glaube ich habe mich persönlich am meisten weiterentwickelt und auf der anderen Seite glaube von der Struktur her, von der Priorisierung mache ich jetzt inzwischen lege ich die Prioritäten definitiv anders.
00:37:28: Also das lernt man auch im Laufe der Zeit dass man die wichtigen Dinge priorisiert und die Energie dort drauf konzentriert.
00:37:38: und wenn man weiß okay das muss jetzt nicht hundert Prozent perfekt sein oder es reicht wenn es einfach erledigt ist dann wendet man darauf weniger Zeit auf.
00:37:48: So Pareto-Auchzwanzig?
00:37:50: Absolut, absolut!
00:37:51: Also ich glaube das ist auch so eine Fähigkeit.
00:37:55: einfach jetzt mal vom Inhaltlichen abgesehen wo glaub' ich man automatisch entwickelt im Laufe der Zeit.
00:38:03: Hast du denn so ein Produktivitätshack wo du sagst hey da hilft mir mega?
00:38:11: Mir hat immer die Churchill Matrix geholfen.
00:38:16: oder also du hast so zwei hast du zwei Achsen?
00:38:20: oder auf der einen Achse ist, wie dringlich ich jetzt das was ich machen muss meinen To-Do und das andere ist wie wichtig es jetzt ist.
00:38:29: Die Sachen die dringliche und wichtig sind, die mache ich sofort!
00:38:33: Die Sachen, die drinklig sind aber nicht so wichtig... ...die delegiere ich und die Sachen die wichtig sind.. ..aber nicht so drinkig da setze ich mir quasi ein Blocker oder mach mir in Termin eine Deadline dass ich bis dahin auf jeden Fall mache.
00:38:49: Und das was nicht dringend und nicht wichtig ist, dass ich komplett weg, das mache ich gar nicht oder?
00:38:55: Das ist so glaube ich eine einfache Daumenregel wo glaubt für viele auch einfach nutzbar ist.
00:39:00: Absolut ja!
00:39:01: Das ist sicher mal sein.
00:39:02: Was mir hilft ist vor allem auch... Ich muss es im Kalender eintragen.
00:39:07: Und zwar nicht ich muss es in den Kalender Einträgen damit ich es dann verschieben kann.
00:39:11: Nein, nicht das gemeint.
00:39:12: Sondern ich muss sie ins Kalender einheben weil was nicht im kalender ist findet statt.
00:39:18: Und das ist für mich ein Learning.
00:39:21: Dann muss man auch wissen, was für einen Typ es ist.
00:39:24: Ich bin ein extremer Frühtyp und am Morgen bis zum Mittwoch eines zu zweit bin ich am produktivsten.
00:39:34: Nachher merke ich, wie Produktivität nachläuft.
00:39:39: Das heisst für mich auch ein Learning in diesen Jahren ... Intensiven Aufgaben, die ich viel hier in Schmalz muss einsetzen.
00:39:54: Die muss ich am Morgen machen.
00:39:55: Wenn ich sie am Nachmittag mache, dann kommt wenig raus.
00:40:00: Ich glaube, wenn du beschäftigt bist oder ein gewisser Blocker zu setzen, zum Schauen, okay ... In diesen Zeiträumen ... mache ich meine Sachen oder habe ich Fokus Zeit und dann gewisse Zeiträume, wo man auch irgendwie Meetings oder losere Sachen hat.
00:40:24: Wo man vielleicht nicht so tief reingehen
00:40:27: ist.
00:40:27: Ich glaube die Schwierigkeit ist zu interpretieren.
00:40:30: was ist dringlich wichtig?
00:40:33: Das ist einer der größten Herausforderungen weil alles ist irgendwie dringend.
00:40:39: aber ob es wichtig ist Bei mir ist das Learning vor allem mit den Kindern Die empatische Teil, die du vor dem Trag gesprochen hast.
00:40:51: Von diesem Buch, den du gelesen hast und das haben mir Kinder so ein bisschen geschält.
00:41:02: Sie spiegelt dich!
00:41:05: Und wenn du in die Selbstreflexion gehst, dann sagst du, ey scheisse... Also wirklich soll es mir gehen oder bin das ich?
00:41:13: Also sie spiegeln ja mich!
00:41:16: Also bin ich das?
00:41:17: Ich will eigentlich das gar nicht.
00:41:19: Also muss ich als Verhalten in mir verändern und es ist ein Prozess, das machst du nicht von heute auf morgen.
00:41:23: Du gehst immer wieder rein!
00:41:24: Und dann hast du einen Schnamal und dann machst du den Schnamen an und verstehst eine Interaktion.
00:41:27: Ich meine Gewohnheit geht in gewisse Zeit bis man sie entsprechend etabliert hat oder man sagt ja aus sechs zu sechzig Tagen oder bis so quasi statistisch der Schweiz, wo der Reicht ist von einer neuen Gewohnheiten, neuen Routinen entwickeln.
00:41:42: Aber ein Verhalten, da reden wir auch von einem Verhalten Fragen stellen.
00:41:47: Wie verhalte ich mich, wenn mein Kind entsprechend reagiert?
00:41:51: Das kann schon auf verschiedene Situationen im Leben einsetzen.
00:41:58: Ich glaube auch das Gespür dafür ... Wo setze ich jetzt... Wo Neugier ist, glaube ich, das beste Prinzip, was man dafür anwenden kann oder...?
00:42:14: Nur durch Neugier kannst du Dinge neu dazulernen.
00:42:18: Ich glaube, egal wo du im Leben unterwegs bist, ist mega wichtig, dass du nie aufhörst, neugierig zu sein und neue Dinge zu lernen und Dinge zu fragen und Fragen zu stellen und zuzuhören.
00:42:34: Genau!
00:42:34: Wir sollten auch wieder ein Schreiben von den Kindern abschneiden.
00:42:42: bis zu sieben Mal, warum.
00:42:45: Warum ist das Glas so?
00:42:48: Und warum ist es dann durchsichtig und warum?
00:42:51: Und am Schluss kommst du eigentlich auf die Kerne.
00:42:53: Essenzer.
00:42:54: Eigentlich geht's auch darum.
00:42:56: Ich glaube vielleicht noch schnell ... Die wichtig aber menigerdringliche Aufgabe wie zum Beispiel Strategie-Themen, Strategiefragen, Visionen, Missionen einfach auf unternehmerischer Ebene.
00:43:08: Jetzt betrachten wir vielleicht auch, was für eine Strategie man fahren möchte.
00:43:11: Eine Zeitdigitalisierung wie auch immer.
00:43:16: Die gehen im Alltag unter weil sie zwar wichtig sind aber nicht dringend und dort haben sich quasi bewusst halbjährlich keine Ahnung in welchem Rhythmus es ist.
00:43:26: individuell die Zeit auszunehmen das ist essentiell ja.
00:43:31: Das ist definitiv so oder?
00:43:33: ich meine also ich stehe jetzt mal ein bisschen vor wie so einen Schiff Und ich kann das Ruder zwar umstellen, aber bis der Schiff sich bewegt oder dauert seine Zeit und ich muss immer mal wieder schauen.
00:43:47: Bin ich noch auf Kurs?
00:43:49: Oder muss ich jetzt den Kurs mal wieder
00:43:51: anpassen?".
00:43:51: Ja, sehr schön!
00:43:54: Ich würde es ehrlich gesagt auch als Schlusswort nicht, ehrlich gesagt.
00:43:58: Aber dir gleich noch ist die Möglichkeit geben, möchtest du schon irgendetwas mit auf den Weg gehen, was dir vielleicht auch vom Herzen liegt?
00:44:11: Ich glaube, wenn man selber in der Technologiebranche arbeitet oder ich persönlich zumindest so ein schizofrienes Verhältnis oder auch mit Technologie.
00:44:26: Weil einerseits ist es eine sehr große Chance für uns als Spezies, als Gesellschaft und das kann super tolle Dinge tun uns den Alltag erleichtern, es kann ... ... uns helfen Krankheiten zu heilen oder ... ... all diese schönen Dinge.
00:44:47: Oder auf der anderen Seite kannst du auch sehr negative Auswirkungen haben.
00:44:50: Ich glaube so das ... ... Sentiment was glaubt viele grad haben bist du ein bisschen ... ... auch ein bisschen Angst?
00:44:57: Wie in welche Richtung entwickelt sich das weiter und ... ... kann ich dem trauen und es geht irgendwie immer schneller.
00:45:05: Und ... Was ich den Leuten mitgeben würde, ist der Blick für die wesentlichen Dinge dann am Ende des Tages trotzdem nicht zu verlieren.
00:45:19: Das sind alles tolle Dinge und Effizienzsteigerung ist wichtig.
00:45:23: aber man sollte net vergessen wenn wir dann irgendwie das weiß ich mit den Eltern oder mit der Partnerin oder mit Freunden Zeit verbringt da auch einfach zwischendurch sich wieder zu besinnen, auch Mensch zu sein.
00:45:40: Sehr schön!
00:45:41: Ich hätte sogar noch zwei oder drei Fragen dazu, aber ich glaube, die Lämmer haben wir dann... Das wäre eine Philosophie-Session, oder?
00:45:48: Genau, wir werden in die Philosophien hineingehen.
00:45:51: Ich danke dir viel Zeit für das tolle Gespräch und für den Einblick, den du uns gegeben hast.
00:45:57: Kurzer und kleineren Einblick in deine unternehmerische Laufbahn und vor allem auch persönliche Laufbahnen.
00:46:04: Ich wünsche dir weiterhin oder auch viel Erfolg auf dem weiteren Weg, dass noch weitere mehrere User entsprechend das Tool nutzen.
00:46:19: Danke, dass ich da sein durfte.
00:46:23: Zum Schluss noch ein Praxistip von mir!
00:46:25: Wenn du Sitzungen oder Sprachnotizen von Schweizer-Deutsch ins Hochdeutsch willst transkribieren, gibt es oft Probleme.
00:46:31: Viele Tools haben Mühe mit dem Dialekt.
00:46:33: Die Schweizerdeutsch Übersetzer App versteht praktisch alle Dialekte und transkribiert alles auf Hochdeutsche.
00:46:39: Das spart mir persönlich ganz viel Zeit im Alltag!
00:46:41: Mit dem Code RECA-RECCA kannst du die App eine Stunde lang gratis testen.
00:46:47: Probiere es aus, den Link findet ihr in der Shownote, vielleicht spart auch dir
00:46:51: das ganze Zeit.
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