Best of Make IT – Diagnose Krebs – das Leben neu denken, mit Dr. Martin Inderbitzin

Shownotes

Sommer-Best-of Make IT Podcast Kurz nach seinem Doktorabschluss erhielt der Neurowissenschaftler 2012 die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs – eine Erkrankung mit einer damals sehr geringen Überlebenswahrscheinlichkeit. Statt sich von der Diagnose definieren zu lassen, entwickelte er eine aussergewöhnliche mentale Stärke und einen bewussten Umgang mit Krisen.

Wir sprechen über:

  • Wie Martin mit der Krebsdiagnose umgegangen ist
  • Welche Haltung ihm in den schwierigsten Momenten geholfen hat
  • Wie man Krisen bewältigen und neue Perspektiven entwickeln kann
  • Seine persönlichen Strategien für mentale Stärke
  • Praktiken, die er bis heute in seinen Alltag integriert
  • Wie er mit Rückschlägen und Unsicherheit umgeht

Ein inspirierendes Gespräch über Resilienz, Hoffnung und den Mut, das Leben bewusst zu gestalten.

Informationen zu Martin:

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Stefano Recca  Make IT Podcast - digitale und persönliche Transformation

Jeden zweiten Montag eine neue Folge – in jeder bekannten Podcast-App.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Ciao und herzlich willkommen zu Make It Podcast, der Podcast über digitale und persönliche Transformation.

00:00:06: Ich bin Stefano bei den Hosts von dem Podcast und in dieser Folge habe ich Martin Inderbitzin bei mir zu Gast.

00:00:14: Martin ist Neuro-Wissenschaftler.

00:00:18: Martin, herzlich Willkommen!

00:00:20: Hey Stefan, danke vielmals, es freut mich, dass ich heute hier sein kann.

00:00:25: Danke dir, dass du dir Zeit genommen hast für die Folge.

00:00:30: Du bist Neurowissenschaftler.

00:00:32: Kannst du uns mal schnell erklären, was das überhaupt ist?

00:00:35: Und dann würde ich gerade deine Story eintauchen... ...was einzigartig an dir ist.

00:00:43: Wirklich einzigarti kann ich an dieser Stelle unterstrichen in deiner ganzen Lebensgeschichte.

00:00:51: Ja sehr gerne!

00:00:52: Also die Neuro-Wissenschaften beschäftigen sich mit dem Hirn primär.

00:00:55: Also Hirn und Nervensysteme also Peripherennervesysteme.

00:01:00: Ich habe das Studierende der ETA von den wissenschaftlichen Seiten, nicht medizinisch.

00:01:06: Also ich bin kein Chirurg und kann jetzt nicht operieren am Hirn, sondern es ist wirklich darum gegangen zu verstehen was macht es hier?

00:01:13: Wie funktioniert das eigentlich?

00:01:14: Wie ist das mit dem Körper verlinkt?

00:01:17: wie ist die Interaktion?

00:01:18: also... Es ist ein sehr spannendes Feld weil einfach noch ganz viel unbekannt ist und wir noch nicht wissen, dass neue Wissenschaften probieren Das schwarze Loch da oben in unserem Kopf durch die Lichter, um besser zu verstehen was da eigentlich abgeht.

00:01:35: Genau

00:01:38: und deine Story habe ich auch vorher erzählt du hast eigentlich eine unglaubliche Geschichte

00:01:44: wo du

00:01:46: hinter dir sprich wo du nach wie vor voll drin bist.

00:01:50: kannst du uns hier mal ein bisschen mitnehmen?

00:01:53: Ja sicher.

00:01:54: Ich fange vielleicht an.

00:01:56: so viel professionell habe ich ursprünglich.

00:01:59: Ich habe in Zürich studiert, habe meine Ausbildung gemacht und bin auf Barcelona.

00:02:04: Ich hatte mein Doktor gemacht und habe kurz vorhin, als ich das fertig ging, eine blöde Diagnose bekommen.

00:02:10: Sehr unerwartend mit ca.

00:02:11: zwei bis drei Krebs im Bauchspeichel.

00:02:15: Das ist ein gefährlicher Krebs.

00:02:19: Normalerweise überlebst du nicht sehr lange.

00:02:22: Damals waren es die Überlebensrate um diese drei Jahre.

00:02:27: In welchem Stadion du das findest, ist ziemlich überkehrend.

00:02:31: Du bist ziemlich schnell nicht mehr dabei.

00:02:36: Das war wahrscheinlich das einschneidendste Erlebnis bis jetzt in meinem Leben, wo wirklich mein Leben auf den Kopf gestellt hat von einem Tag auf den anderen, wo du dich merkst wie kostbar das Leben ist einerseits aber andererseits auch... Ich sage vielleicht, dass es mit der Neurowissenschaft angefangen ist, Ein guter Start ist, aber du kannst noch so viel wissen.

00:02:59: Du kannst einen Doktor haben in Neuroscience und du kannst nicht klar kommen mit einer solchen Situation.

00:03:04: Das war für mich eines der Big Ahar-Momente, dass sowohl ich ein PhD hatte als auch ich völlig überfordert war bei einem Völliges Loch Cade.

00:03:14: Der Unterschied zwischen etwas Wissen und Wissen können anwenden.

00:03:18: Und das ist das was ich jetzt eigentlich mache.

00:03:20: Seit zehn Jahren habe ich die Geschichte immer wieder, dass es kommt und geht... sehr anstrengend, immer wieder in Behandlungen.

00:03:28: Nicht nur physisch sondern mental und dadurch hat es mich fasziniert.

00:03:32: Es hat mich gewonnen.

00:03:34: wie kann ich das Wissen so übersetzen?

00:03:37: Also auch natürlich für mich primär, dass ich es anwende habe.

00:03:41: aber wie kann man es noch so übersetzt haben, dass vielleicht auch andere Leute schwierige Situationen, Tools oder Ideen anwenden können wenn sie einmal den Kopf anstehen und das Leben auf den Kopf gestellt wird?

00:03:53: Das Leben wurde schon wortwörtlich auf den Kopf gestellt bei dir.

00:03:57: Die Diagnose, wenn ich das richtig im Kopf hatte, war ja in dem Jahr zwanzigzwölf.

00:04:03: Genau!

00:04:05: Und jetzt sind wir im Jahr zwentzwier zwanziger.

00:04:07: Das sind doch zwölfe Jahre und wie du gesagt hast, sind drei Jahre rein.

00:04:14: Statistisch,

00:04:15: genau.

00:04:16: Oder ärztlich gesehen, wo man da gibt für die Überlebenschancen her.

00:04:21: Was hat denn dir in dieser Situation geholfen?

00:04:26: Wie bist du mit der Situation umgegangen?

00:04:30: Rückblickend ist mir immer schläger, aber zu diesem Zeitpunkt ist es ja ein riesiger Schockmoment.

00:04:38: Es ist ein riesiges Schock-Moment und das ist auch so surreal.

00:04:41: Du bist im falschen Film.

00:04:42: Ich habe verschiedene Dinge gemacht.

00:04:44: Am Anfang ist es einfach mal, dass man nicht irgendwie das Schöne redet oder so.

00:04:48: Das ist wirklich mega hart und das habe ich auch jetzt noch, wenn ich Rückfälle habe und wieder Austherapie machen muss.

00:04:54: Dass das nichts ändert.

00:04:55: Es ist immer wieder mit seinen Menschen, wir haben Emotionen, das gehört zu.

00:04:59: Also es wird ja einfach mal sofort weg sagen... Was mir dann aber gelungen ist einerseits auch durch ... Mein Umfeld an meinen Ärzten ist der Fokuswechsel.

00:05:09: Mein Arzt hat mir damals eine Geschichte erzählt von einem jungen anderen Patienten, die erfolgreich behandelt haben und das hat mir irgendwie geholfen in meiner ersten Schritte den Fokuswechslung der Todesstatistik hinzu zu einem einzelnen Fall, dem sie geschafft hatte.

00:05:28: Das habe ich in den letzten zehn Jahren immer wieder gemacht.

00:05:31: Wir haben immer wieder gesagt, mein Körper ist keine Statistik.

00:05:35: Ich bin selbst noch nicht in der Statistika und diese Statistiken sind in diesem Sinne veraltet.

00:05:39: Das ist schon immer über zehn, fünfzehn, zwanzig Jahre zurück die Daten.

00:05:43: D.h.,

00:05:44: es ist in diesem Sinn auch nicht aktuell.

00:05:46: Und wirklich so bewusst probiert den Fokus zu wechseln von, ich sage jetzt mal das was Hirn als erstes, als intuitives und vielleicht auch von dort wo es kommt, von der Evolution also dass er auf Gefahr fokussiert.

00:06:00: Das wird von dem automatischen Fokus weg, einen Fokus zu wechseln auf etwas, das dich vielleicht erdet.

00:06:09: Oder was dir ein Halt gibt oder ich beruhigt.

00:06:11: Oder etwas, die konkret ist in deinem Leben und du weisst, dass es eine Ressource ist, die dich unterstützt.

00:06:18: Und ich glaube, das ist eines der wichtigsten Tools, wo ich immer wieder in meinen Workshops den Vortrag sage, den Fokus auf was fokussierst du?

00:06:28: Auf das, was du fokussierst.

00:06:31: Das wird grösser und das nimmt dann auch mehr Space in deinem Kopf, deinem Herz.

00:06:38: Du fühlst anders?

00:06:40: Und je nachdem wie du fühlste ... Ja, Handel ist anders oder hast eine andere Lebensqualität.

00:06:46: Und das ist ja Übungssache!

00:06:48: Ich glaube es ist wichtig zu sagen, dass man einfach üben-üben unterschätzt, wie viel man erreichen kann mit Üben.

00:06:56: Und ich habe leider relativ viele Möglichkeiten in den letzten zwei Jahren zu üben.

00:07:03: Hast du gerade Tipps, die du der Zuhörerinnen und Zuhäern mit auf den Weg hättest?

00:07:10: Zum Beispiel Üben, gewisse Praktiken, gewissen Methoden...

00:07:16: Ja, es gibt ganz viele Sachen, die du machen kannst.

00:07:18: Also etwas ganz Einfaches, wenn jetzt irgendwie selber Situation ist oder überfordert, dann kannst du dich wie zwei Fragen stellen und fragen ja was brauche ich jetzt?

00:07:28: In diesem konkreten Fall, was könnte mir jetzt helfen, wer oder was... Und das kann ganz verschieden sein.

00:07:34: vielleicht brauchst du Pause, vielleicht braucht man Ablenkung, vielleicht brauchest du ein Bier getrinken mit einem guten Freund oder einer Freundin.

00:07:43: Einfach dir mal so überlegen, was ich gerade brauche.

00:07:46: Und die zweite Frage ist noch spannender.

00:07:49: Was brauche ich jetzt nicht?

00:07:52: Das ist auch spannend, weil es viele Sachen im Leben gibt, wo du merkst, dass wenn du eine Krise hast, in der du ausmischst und du merkest, das brauche dich jetzt nicht, weil das merke ich, das nimmt mir jetzt gerade Energie ein.

00:08:06: Fokuswechsel hat viel damit zu tun, bessere Fragen zu stellen Und jetzt mit der Frage, was ich brauche oder nicht.

00:08:13: Ist eigentlich dein Hirn schon automatisch auf eine konstruktive Seite überall lenken?

00:08:18: Oder das Erste, was passiert wenn ein Quise ist, ist so, sagst du, ah fuck!

00:08:22: Wieso ich und warum jetzt?

00:08:24: Das ist völlig normal.

00:08:27: Ich glaube, dass darfst du auch etwas Zeit machen.

00:08:30: Ich finde es sehr wichtig, dass man dort authentisch bleibt und nicht die toxische Positivität.

00:08:35: Ich muss jetzt gerade alles können.

00:08:37: Sondern du sagst okay, jetzt gebe ich mir mal Wochen.

00:08:40: bin ich mal down.

00:08:42: Ich lasse einmal den Hormon-Ausschutz, das du bekommst oder einfach mal rauswäschen.

00:08:49: Und nachher kannst du vielleicht etwas mehr weiter schliessen.

00:08:51: Kannst dich aber mit besseren Fragen sagen?

00:08:53: Was würde man jetzt helfen?

00:08:56: Was brauche ich und was brauche nicht?

00:08:57: Kannst du auch fragen... Was ist gut an dieser Situation?

00:09:03: Ist schon eine bannende Frage oder habe ich mit Banker ein Krebs?

00:09:07: Diagnostiziert, wie du sagst im ersten Schritt.

00:09:09: Das ist überhaupt nichts gut.

00:09:12: Aber wenn man etwas nachforscht ist, hat es aber doch Sachen, die gut sind.

00:09:17: und wenn du dich getraut hast, diese Frage zu stellen, jeder Krise.

00:09:21: Du sagst okay was ist jetzt gut an dieser Krise?

00:09:24: Was will man in der Situation sagen?

00:09:27: Und du wirklich mit einer Neugier heran gehst dann findest du irgendeine Antwort und dann merkst du ok, spannend da ist irgendetwas.

00:09:34: und ich glaube das ist wirklich... So ein Haupttool mit dem Fokus, dass du einfach bessere Fragen stellst.

00:09:41: Ja und ich denke was wir natürlich in dieser heutigen Zeit etwas verlernt haben sind eben genau Fragen stillen weil oftmals also wenn man in der Schule hockt dann stellen wir ja keine Frage sondern wir können einfach Input über ohne dass ihr eine Frage gestellt habt.

00:09:58: und die Fragen stellen, das ist übrigens auch in Bezug auf künstliche Intelligenz.

00:10:03: Einfach zum da jetzt mal ein Bruch zu schlagen.

00:10:06: Dort ist auch Kunst, diese richtigen Fragen zu stellen oder das richtige Prompt wie man so schön sagt.

00:10:13: Und wenn ich nicht das Richtige niederschreiben oder prompten, dann spuckt es halt einfach irgendetwas raus.

00:10:23: Ja,

00:10:24: ist ein spannender Vergleich!

00:10:25: Das ist ein Vergleich zu der Digitalisierung in dieser Sicht.

00:10:29: Ich finde

00:10:29: es sehr spannend, weil im AI kannst du auch etwas hineinschreiben und da kommt etwas raus.

00:10:33: Und wenn du merkst, dass man schon lernen kann – wir sind das jetzt alle am Lernen – wie kannst du mit AI reden?

00:10:39: Wie kannst du bessere Proms schreiben?

00:10:41: Und du merkest, je besser du wirst, desto besser sind Antworten!

00:10:46: Aber genau in einer persönlichen Krise.

00:10:48: Je besser du fragst, destso besser sind die Antworten.

00:10:51: Genau und ich bin überzeugt, dass quasi jede Situation dir irgendetwas, irgendein Message geben will.

00:10:58: Die Frage ist, ob man sie sieht oder nicht?

00:11:02: Oder vielleicht unmittelbar?

00:11:04: Sondern ich glaube auch, die Faktor Zeit ist ganz essentiell.

00:11:10: Oder siehst du das anders?

00:11:12: Faktore Zeit in welchem Zusammenhang meinst du es?

00:11:15: In der Verarbeitung von einer Krise oder von einer Situation?

00:11:19: Ja, auf jeden Fall.

00:11:20: Meine Emotionen sind strukturierter in einer Timeline oder das hat wie ein Peak.

00:11:24: Wenn du emotional wirst und dann wird einfach mal dein System geflutet mit Neurohormon oder Hormone oder Stresshormone was auch immer und dann über die Zeit tut es sich dann wie so etwas abflachen oder dann wäscht sich das aus.

00:11:38: Und wenn du das weisst, kann dir das helfen um vielleicht eine zu härtiges Gericht mit dir?

00:11:44: Also wenn du z.B.

00:11:45: in einer stressvollen Situation dann wird die ganze Präfrontale Cortex einfach mal geflutet mit Stresshormonen.

00:11:52: Und darum kann also präfrontal Cortex, das ist so das Vornen hinter der Stirn, es brauchen wir zum.

00:11:58: ich sage jetzt mal planen langfristige Pläne, machen Entscheidungen treffen.

00:12:02: Das findet alles in dieser Region statt.

00:12:06: Es ist natürlich ein bisschen komplizierter im Hirn aber es ist auch etwas simplifiziert.

00:12:09: gesagt und wenn du das System mit zu fluten ist, mit so emotionalen Reaktionen, also mit so Hormon, dann ist das wie ein Nebel.

00:12:18: Darum kannst du in einer solchen Situation eine gute Entscheidung treffen.

00:12:21: Ich meine, das kennst du selber.

00:12:22: wenn du in Stress kommst und überfordert wirst ist es plötzlich mega schwierig, irgendeine Entscheidung zu treffen.

00:12:28: Das hat damit zu tun dass wieder so all diese Hormone ausgeschüttet werden.

00:12:34: Wenn du das weisst, kannst du mal vielleicht zwei Stunden oder zwei Tage oder vielleicht brauchst du zwei Wochen Zeit geben.

00:12:39: Und dann hast du dann wieder die Klarheit und findest den Durchblick und kannst sagen okay, was ich will oder was ich muss.

00:12:51: In gewissen Sachen habe ich gar nicht die Zeit zum Abwarten, sondern ich muss gerade Entscheidungen treffen.

00:13:00: Was hilft in solchen Situationen?

00:13:03: Es

00:13:04: ist eine gute Frage und es gibt einen Moment, wo jetzt nicht mehr zwei Wochen Zeit.

00:13:09: Entscheidungsfindung ist ein komplexes Thema.

00:13:11: Was mir immer geholfen hat sind Pro-Kontralisten zu machen.

00:13:16: Einfach mal auflisten, was ist Pro und Contra?

00:13:21: Aber das ist vielleicht bei jedem etwas anders.

00:13:24: Ich gehe dann einfach im Buch.

00:13:26: Also die wichtigen Lebensentscheidungen habe ich alle aus dem Buch herausgetroffen.

00:13:30: Und ich schaue es vielleicht mit dem Kopf an diese Liste.

00:13:33: Dann gehe ich vielleicht eine halbe Stunde durch die Schögel und denke darüber nach.

00:13:36: Und irgendwann merke ich, okay nein der Buch sagt mir eigentlich das.

00:13:40: Und oft war das auch die richtige Entscheidung.

00:13:44: Im Kopf will man oft... Das, was mir im Herzen oder im Buch eigentlich schon weiss, will man jetzt recht bügen.

00:13:50: Aber man weiss es eigentlich.

00:13:53: So kann sich das rationalisieren und sagen hey... Eigentlich ist es ja logisch, dass es so müsste ablaufen.

00:14:03: aber du eigentlich im Buch in der Emotion, in den Gefühl ihnen eigentlich weisst, dass das gar nicht der richtige Weg ist.

00:14:09: Ja, und ich meine hier ist auch eine Intelligenz im Buch.

00:14:13: oder das somatische Nervensystem.

00:14:15: Hier hat es ein riesiges Netzwerk von Nerven.

00:14:18: also das Bauchgefühl ist nicht nur so ein Volk zu sagen sondern das ist auch wirklich ... Kannst du auch zeigen wissenschaftlich oder das ganze Herz hat ein eigenes unabhängiges Nerven-System wo jetzt zum Beispiel der Herzschlag angeht dass wird dann nicht vom zentralen Nerven System gestürt.

00:14:36: Auch wenn diese Nervensysteme nicht kognitive Funktionen übernehmen, übernehmen sie doch auch Funktion in Entscheidungsfindung.

00:14:44: Es gibt so eine theoretische Markertheorie, dass wenn da jetzt schwierige Entscheidungen finden, ist das natürlich eigentlich wie ... In einem Bild, in dem die Zukunft insetzt ist.

00:14:55: Du sagst okay was muss ich machen?

00:14:56: weil du richtig und dann spürst deine körperliche Reaktion?

00:14:59: Weil du wie ein Kino, das Hirn ist wie das Kino gehst du in die Zukunft und dann merkst du es passiert irgendwie etwas und dein Körper nimmt diese Reaktionen wahr und da gibt es Feedback nach und auf den entscheidigen je nachdem was du machst.

00:15:11: Also es ist nicht nur so dass das ihr uns im Kopf gegen den Computer ist wo unabhängig ist vom Körper und entscheidet sondern es ist immer das Zusammenspiel auch mit dem Körper.

00:15:22: Aber ich glaube auch, dass wir den Zugang zu dem Gefühl oder zum Bauchgefühl etwas verloren haben, wie man es rationalisieren könnte.

00:15:34: Das ist meine persönliche Wahrnehmung.

00:15:38: Ich hatte das auch lange Zeit nicht.

00:15:40: Ich habe die Bauch-Gefühle.

00:15:42: Was ist das genau?

00:15:43: Ein Ego war natürlich auch überhand.

00:15:49: Ja, vielleicht gibt es auch einen Unterschied zwischen Männern und Frauen.

00:15:52: Das wüsste ich jetzt nicht, ob das wissenschaftlich abstützen kann.

00:15:55: Aber man sagt ja Männer mit dem Gefühl ist für uns teilweise schwierig darüber reden oder innen zu fühlen.

00:16:04: Aber ja, ich glaube an dieses kannst du lernen.

00:16:06: Ich glaube, es ist wie eine Übung gesagt.

00:16:07: Es ist so wie wenn du jetzt sagen wir ein Sommerjahr Ausbildung machst Am Anfang kennst du die Sensore auf deinen Tastepads, in den Mund und in den Zungen.

00:16:18: Je mehr du das schärfst, desto mehr kannst du auf deine Intuition und auf dein Gefühl loslassen.

00:16:25: Das ist auch wieder der Fall, wo man übt und sich mehr darauf achtet.

00:16:28: Der wird einfach besser.

00:16:32: Ja, das ist so.

00:16:36: Ich würde gerne noch mal auf diese Situation ... Krisen, sprich vor allem eine persönliche Strategie.

00:16:45: Man ist quasi oder hat das Gefühl, man kommt aus der Krise raus und es wird wieder besser.

00:16:51: Dann kommt so wieder das Tal der Tränen oder dem Aussagenwitz.

00:16:59: Was hat denn dir geholfen?

00:17:02: Du hast gewisse Sachen vorhin schon angesprochen.

00:17:06: Fokus und Perspektivenwechsel.

00:17:10: Aber irgendwann hast du dann dir wahrscheinlich so, wie ich es jetzt interpretiere oder mache... Irgendwann habe ich mir die Fragen fertiggestellt?

00:17:20: Oder stellst du dir diese Fragen jedes Mal wenn das eintrifft?

00:17:25: Es ist so, dass wenn dieses Leben in ruhigen Bahnen läuft, dann stellst Du diese Fragen weniger.

00:17:31: Und sobald Es wird schwierig und der Gegenwind kommt, dann kommen die Fragen wieder mehr Dominanz über oder andere Techniken wie in den Körper gehen.

00:17:44: Und vielleicht aus dem Kopf raus.

00:17:46: Das Fokus ist sehr etwas im Kopf, um den Fokus zu wechseln.

00:17:50: Etwas, was ich auch immer sehr spannend finde und hilft, ist einfach mit dem Körper arbeiten.

00:17:56: Mit dem Schnufen, bewegen, Natur, Wasser ... aus dem Kopf raus, weil Stress und Emotionen im Körper stattfinden.

00:18:07: Darum kann man mit dem Körper arbeiten um es abvätern oder diesen Raum zu geben.

00:18:13: Also zu deiner Frage zurück ist natürlich klar wenn alles gut läuft dann ... Ja cool oder?

00:18:19: Wenn wir nach einem Segen baden, dann ist alles gut.

00:18:21: Dann überleistet das nicht und sobald es wieder ein krischen Auftauch kommt die Tools und diese Fragen kommen natürlich auch wieder in den Vordergrund.

00:18:31: Vielleicht etwas!

00:18:32: Was mir immer sehr geholfen hat, ist das Verstehen, dass jede Krise eine Art Venedramaturgie strukturiert.

00:18:39: Ich weiss nicht ob du es kennst aber man sagt auch, dass sich das nach der klassischen Heldereis abbildet.

00:18:48: Also die Helderei ist Heroes Journey, so eine Storytelling-Struktur wo eigentlich die meisten Filme und Bücher daran folgen.

00:18:56: Und wenn ich es kurz in zwei Sätze zusammenfasse... Eigentlich so, dass es der Hauptprotokone ist.

00:19:03: Dass du oder ich oder jemand, welcher das Leben führt, bist in der normalen Welt und dann trifft dich in den Blitz.

00:19:10: Das kann irgendetwas sein.

00:19:12: Und du sagst, nein, ich habe keine Lust, ich will nicht die Krise kommen aus dem Nicht- und du hast eine Abneigung und willst nicht aus deiner normalen Welten.

00:19:20: Und irgendwann sagst du, okay gut, ich nehme den Challenge an, ich mache einen Entscheidung, ich mach mich auf den Weg und dann gehst du eigentlich aus dieser Normalität raus ist unbekannt und in das, was ihr Angst macht.

00:19:31: Dort hast du ganz viele Tests und Finchamentoren und auch Feinden.

00:19:36: also du machst die ganze Heldereise wie immer im Lord of the Rings oder Star Wars.

00:19:41: Das ist immer genau das Gleiche.

00:19:43: Und bist dann eigentlich der ultimative Test findest?

00:19:47: Der ultimotive Test ist Konfrontation mit deinen tiefsten Ängsten oder den dunkelsten Gedanken das eigentlich zu überwinden, dann findest du meistens eine Einsicht.

00:20:01: Man spricht also von einem Lebenselixier oder einfach so etwas, was gefunden hast durch die Transformation.

00:20:09: und dann sagst du ok cool jetzt gehe ich wieder heim, wir sind normales erleben machst dich auf den Rückweg und dann ist aber das was du gesagt hast.

00:20:16: dann kommst vielleicht zurück und merkst oh es ist nicht so einfach.

00:20:20: Du hast dich verändert, du bist ein anderer Mensch.

00:20:23: Du hast vielleicht auch Narbenen oder Mini-Traumas oder grössere Traumas und in der normalen Welt.

00:20:29: Alle Leute machen nur ihre Dinge.

00:20:32: Und du findest plötzlich nicht mehr rein.

00:20:34: Also du hast einen Konflikt.

00:20:39: Es ist so ... Wenn du uns zurückkommst und niemand erkennt ihn mehr in seinem Haus oder nur seinen Hund ... Vielleicht hat sich unser Licht so verändert, dass niemand mehr ihn erkennt aus dem Hund.

00:20:51: Das ist das Symbolbild der zweiten Krise, du kommst zurück und sagst so jetzt ist alles wieder normal.

00:20:58: Und es ist aber nicht normal.

00:20:59: Es ist vielleicht fast noch schwieriger als voran.

00:21:02: Und mir hat die Helder-Reise – also das findest du im Internet den Leuten interessiert mit Bildchen und so.

00:21:08: Es hat mir sehr geholfen zu verstehen wo bin ich gerade auf dieser Dramaturgie?

00:21:13: Was bräuchte ich jetzt vielleicht zum nächsten Kapitel oder zur nächsten Stufe?

00:21:21: Das ist mega spannend, dass mit dieser Hildereis ... Ich habe das jetzt so wirklich nicht gekannt.

00:21:27: Oder ich kenne einfach andere Methoden.

00:21:30: Ob es eine Changekurve ist oder auch etwas in diese Richtung geht?

00:21:36: Es ist nur spannend, weil eben eine persönliche Krise und eigentlich alle grossen Dramaturgien im Bücher ein Kinos... Die meisten Filme folgen mehr oder weniger dieser Struktur.

00:21:55: James Campbell, die das untersucht hat, hat verschiedene Geschichten und Kulturen geguckt.

00:22:00: Es ist fast eine Überlegung, dass unser Hirn eine gewisse Affinität für diese Dramaturgiestruktur hat und uns das auch hilft.

00:22:08: Ich finde es eine spannende Sache.

00:22:12: Es hat mir immer wieder geholfen, um selber einordnen zu können, als ich bin.

00:22:20: Was mich noch wie im Unternehmen ist ... Du hast Diagnose, du hast den Prozess durchlaufen und bist quasi draussen oder rausgekommen.

00:22:33: Wie fühlt man sich dann, wenn man rauskommt?

00:22:38: Ja, ich bin ein paar Mal rausgekommen.

00:22:40: Es war jedes Mal etwas anders.

00:22:41: Aber du hast das Gefühl, wow!

00:22:44: Jetzt gehört die Welt zu mir und jetzt kann ich machen, was ich will.

00:22:48: Jetzt nutze ich meine Zeit wirklich sehr sinnvoll.

00:22:52: Was nirgendwo wieder vergesst ist.

00:22:55: Also es hat in meinem Leben eine extreme Amplifikation gegeben von Taten daran, dass ich gesagt habe, okay, jetzt oder nie, jetzt will ich.

00:23:08: Am Anfang habe ich ein Packard-List geschrieben und alles gemacht, mein ganzes Geld durchzulassen bis ich Bankrot war.

00:23:15: Ich merkte immer noch, jetzt sollte ich vielleicht mal wieder einen Job haben.

00:23:21: Das war bei mir so am Anfang.

00:23:24: einfach das Bewusstsein.

00:23:27: Wenn du etwas im Leben machen möchtest, dann musst du es jetzt machen.

00:23:30: Und nicht warten, was irgendwann ist.

00:23:33: Ich halte die Perspektive nicht an, dass ich nicht weiss, ob es irgendwann erreichen wird.

00:23:39: Das ist sicher ein grosser Unterschied.

00:23:42: Manchmal bekommt man keine dramatische Diagnose wie ich.

00:23:47: Aber eigentlich ist es noch spannend?

00:23:49: Es muss immer einen Schicksals schlagen oder man muss am tiefsten Punkt sein oder kommen?

00:23:58: Bei dir ist das jetzt nicht wohlwollend ... Es ist ja genetisch oder wie auch immer.

00:24:06: Und dann erst kommt man zu Entschlüsse und kündete die Job, oder fokussiert sich auf das, was wir eigentlich wirklich wollen machen.

00:24:19: Was ich immer wieder feststellen in Gesprächen mit v.a.

00:24:23: ältere Personen, wenn ich pensioniert bin, dann mache ich das, das, dass... Wenn es etwas ist, das ich mir gesagt habe an meiner Frau und gesagt habe, was ich wirklich nie will wäre, wenn ich irgendwann mal so weit bin.

00:24:42: Und sage ja, hätte ich doch einmal und hätte ich das gemacht?

00:24:47: Klar, es gibt Dinge, die ich gerne machen würde aber in der Konstruktion, in der ich mich befinde, Familie oder Selbstständigkeit ist natürlich schwieriger.

00:24:59: Aber trotzdem denke ich... Was will ich wirklich und was ist auch machbar in dieser Situation, wo ich mich befinde?

00:25:11: Das ist nicht ganz einfach.

00:25:12: Aber dort befinde ich mich aktuell oder?

00:25:15: Ja das ist ein spannender Zwischenraum.

00:25:19: Du spürst vielleicht noch etwas anderes machen aber dann weisst du es ist mit Risiko verbunden.

00:25:25: Du kannst jetzt nicht einfach machen, was du willst.

00:25:27: Das ist eine Verantwortung.

00:25:28: oder vielleicht andere Leute beinträchtigen das sind die nicht dem was du entscheidest.

00:25:33: Ich glaube es sind wie zwei Sachen dazu führen dass die Leute nicht das machen was sie eigentlich tief innen wollen.

00:25:39: Das erste ist so wie eine verzerrte Risikoanalyse als Menschen sagen ja es ist aber ein Risiko das zu machen und das stimmt.

00:25:49: das ist vor allem wenn du in der Schweiz schaust immer finanziell oder ist immer ja aber wie zahlst du schon?

00:25:54: Es geht immer ums Geld Und das stimmt, es ist ein gewisses Risiko, wo du auf dich nimmst.

00:25:59: Aber ... Du musst dir bewusst sein, dass du auch ein Risiko auf dich nehmst, wenn du es nicht machst.

00:26:05: Das ist aber das Risiko.

00:26:06: wenn jemand Diagnose überkommt und man checkt, dass dieses Risiko nicht mehr ... Also dass du deine Zeit nicht für diese Einsätze hast, deine kostbarste ... Das kostbarsten Gut, was du hast!

00:26:17: Nicht für die Einsätze, was eigentlich tief in deinem Herzen will.

00:26:22: Das Problem ist, dass man beim Hirn sieht natürlich die finanzielle oder die gesellschaftliche Verpflichtung.

00:26:31: Und das macht Angst und Risiko zu haben.

00:26:34: wie zahl ich denn das?

00:26:35: Wie finanziere ich dann das?

00:26:38: Ich glaube, ich wäre genau so.

00:26:39: Also ich würde nicht sagen, dass ich ohne Diagnose ein Leben geführt hätte, wenn ich jetzt geführt habe.

00:26:44: Es ist viel einfacher, wenn du das Messer am Hals hast.

00:26:50: Trotzdem glaube ich, dass es möglich ist, die Räume anzugehen und jetzt Prototypen, sag ich mal.

00:26:57: Und vielleicht wie ein Pflänzler wach so, das heisst nicht, dass du deinen Job kündest und irgendwie alles hinschmeißen, aber einfach dich fragen... Ja was finde ich denn wirklich sinnvoll in meinem Leben?

00:27:10: Kann ich dem mehr Platz geben im Leben?

00:27:16: und mich auf dem Ausbilden oder vielleicht Nachmöglichkeiten suchen, um mich mehr mit ihnen beschäftigen.

00:27:22: Und wenn du das machst – und zwar nicht nur ein Jahr oder zwei Jahre, sondern drei, vier, fünf, zehn Jahren – dann irgendwann gehen die Türen noch auf und du machst Zeug, wo du vielleicht gar nicht so schnell planen kannst, weil du einfach auch diese Sensorik, diese Inzibilität geschärft hast.

00:27:37: ja was will ich eigentlich unter dem aber einen Platz eingeräumt hast.

00:27:42: Das braucht halt einfach eine gewisse ... Konsistenz oder gewisse Gritte, weil alle haben Träume.

00:27:48: Aber viele gehen es nicht an und denken dann ja irgendwann mal.

00:27:53: Das ist sehr schade!

00:27:55: Du könntest das jetzt angehen.

00:27:58: Vielleicht nicht alles muss schieschmeißen, aber auch in kleinen Projekten und in kleinen Steps.

00:28:04: Ja, das ist in der Tat so.

00:28:06: Natürlich hat man viel Verbindlichkeit auf den finanziellen Aspekt um dort wieder zu bezogen, dass wir sehr viel Verwindlichkeit haben.

00:28:17: Vor allem kann ich jetzt natürlich von der Schweiz reden.

00:28:21: Dann hat man ein Geheim, dann hat man vielleicht einen Sleissing und wir haben relativ hohe Lebensstandards.

00:28:28: aber wenn irgendwann mal von einer Situation oder einer Krise betroffen ist, dann stehst du alles in Frage und auf den Kopf.

00:28:38: Ist es das wirklich das, was ich

00:28:43: möchte?

00:28:44: Das Problem ist, die meisten Leute haben zu viele Sachen.

00:28:47: Und wenn es dir mal wirklich auflischt in einer Excel-Tabelle und schaust, wo deine Kosten sind und wie viel verdienstbar man hat und wieviel Prozent von deiner Arbeitszeit musst du nur aufwenden um den höchsten Lebensstandard erreichen?

00:29:01: Ich habe sehr bewusst ein ... Ein einfacher Lebensstandard.

00:29:08: Ich habe keine grossen Fixkosten, ich habe kein Office, ich hab wirklich geschaut, dass ich mir da nichts aufhals und das gibt mir eine extreme Freiheit.

00:29:16: dafür habe ich die Hälfte von einem Sägelboot, wo die Leute sonst einfach mit den Pferden verzeigte kaufen.

00:29:21: Das heisst nicht, dass man reich ist, sondern ich habe einen bewussten Entscheid gemacht.

00:29:24: Ich hab kein Auto, ich wohne sehr billig oder das brauche ich alles nicht weil in der Schweiz es läuft ja so gut.

00:29:33: vielfach haben wir das Gefühl, man bräuchte das alles.

00:29:36: Ich habe kein Eigenheim und dafür erlaubt mir das als die Ressourcen anders einzusetzen für etwas, was ich jetzt erleben kann.

00:29:50: Das Problem ist nicht dass der Leute eine Ressource hat, sondern sie setzen sich einfach so ein wie sie in der Gesellschaft macht, weil man das Gefühl braucht.

00:30:01: Das muss jeder selber entscheiden.

00:30:05: Ist noch spannend?

00:30:05: Brauchst du wirklich all das Zeug, was du hast oder ginge es auch anders?

00:30:10: Also da kommt mir etwas im Sinn, Martin und zwar mit dem Geld, den wir nicht haben kaufen wir Sachen, die man nicht braucht zum Leutebeidrucken, wo es geht.

00:30:18: Das kann

00:30:18: man erkennen!

00:30:20: Ja genau.

00:30:22: Das muss ich ja selber für sich beantworten... Was ich noch spannend finde, Martin.

00:30:28: Ein bisschen weiter zurück in deiner Kindheit hat es dort passiert auf verschiedene Situationen.

00:30:37: Wirklich Situation oder Feld gegeben?

00:30:39: Wo du sagst ja ... Dank dieser Situation habe ich jetzt eine gewisse Resilienz.

00:30:44: Weil ich interpretiere wirklich dadurch hinaus auch, dass du eine ganze starke Resilience hast.

00:30:53: Es

00:30:56: ist eine spannende Frage.

00:30:57: Ja, jemand, der so viele Mal in einer solchen Situation erlebt hat.

00:31:03: Also irgendwann, glaube ich, lassen wir wie ein bisschen los und sagen, irgendwie wird das Leben doch nicht, dass es weitergeht?

00:31:16: Es ist schon eine spannenden Frage, wenn ich zurücklöge auf meine Kindheit oder das, was ich mich mal erinnere Schilderung oder Superrachtfilme.

00:31:25: Ich war sehr energetisch, aber ich hatte auch eine Tendenz zur Ängstlichkeit.

00:31:34: Ich bin nicht der Trafgänger, ich habe alles und ... Ich war der Kleinen von zwei, also meinen Brüdern ist kein älter.

00:31:44: Aber ich war nicht der ... Ich hatte zu Hause im Pfadilager.

00:31:51: Wenn wir in der Badei waren, gab es mich nicht getraut als Wassengumpen von oben runter.

00:31:57: Also ich bin jetzt nicht vom genetischen Footprint das Gefühl, dass ein Kind mit einem Urvertrauen auf die Welt loserwähnt.

00:32:06: Nichtsdestotrotz glaube ich, dass meine Eltern mir wirklich ... dass er kennt und mich auch immer wieder dazu motiviert hat, gesagt du kannst das.

00:32:15: Du machst das in der Trust und die Exposure gegeben und nicht Situationen ausgesetzt haben, wo wahrscheinlich mehr Kulfe haben zum Selbstbewusstsein langsam aufbauen, dass man etwas kann oder dass man spricht von Selbstwirksamkeit.

00:32:30: Dass du daran glaubst, dass du selber etwas kannst.

00:32:36: Ich glaube aber, dass ich vor allem über diese letzten zehn Jahre ... Resilient geworden bin durch den Challenge, das ich überkomme.

00:32:46: Und immer wieder musste ich aufstehen.

00:32:49: Vielleicht hatte ich eine gewisse Ausrichtung an einer einlustigen Anekdote.

00:32:55: Nach dem GIMI haben wir ein paar gute Freunde und in der Schweizer Berge einen Kisten vergraben mit einem Aufsatz unseres zukünftigen Ich-Was-Mama-Wendwerden.

00:33:10: Und diese Kiste haben wir in den Bottenkanten, die haben wir letztes Jahr rausgeholt.

00:33:15: Es war ziemlich spannend, um das zu lesen und etwas, was man blieben ist – und es ist mir wirklich alt zurückgenommen gelaufen – ich meine, es war weit vor meiner Diagnose.

00:33:25: Da habe ich geschrieben ja, im Leben gibt es Sachen, die du nicht beeinflussen kannst und ich hoffe einfach, dass egal was mir passiert, sich die richtige Einstellung finden kann Und ich meine, das war wirklich krass.

00:33:38: Wir haben es gegenseitig gefolgt und es war ein recht emotionaler Moment.

00:33:42: Wenn ich jetzt so etwas anschaue, dann glaube ich schon, dass sie eine gewisse Ausrichtung hatten.

00:33:48: Aber ich glaube auch – und das finde ich wichtig wenn die Leute das lösen – einfach.

00:33:52: es hängt damit zusammen ob du dich darauf einlässt, ob du dir getrauscht, dich auf die Krise einzulassen.

00:34:01: Es hat sehr viel mit Neugier zu tun.

00:34:04: Die Reaktion ist emotional, es ist Widerstand und ich will nicht.

00:34:10: Das ist gut, das ist okay.

00:34:13: Aber im zweiten Schritt kannst du eine neue Gier entwicklen und dich darauf einlassen.

00:34:18: Und ich glaube, dass du das einfach üben kannst.

00:34:23: Ich glaube, hier ist wirklich ... Barbara Studer hat das letzte gesagt.

00:34:27: Hier ist nicht ein Hardware, sondern ein Lifewear.

00:34:30: Ich finde das ein Superspruch!

00:34:33: Das ist ein Living-Ding Ein Living, ein Lebensorgan und es verändert sich je nachdem wie du mit der Welt interagierst.

00:34:44: Also das ist einfach auch so als Hoffnungsschimmer wenn die Leute etwas loslassen.

00:34:47: Es ist nicht so dass Martin einfach gut drauf war und deswegen resilient ist sondern es ist einfach eine Trainingssache ja.

00:34:54: Ja danke vielmals für die Einblick Martin.

00:34:56: also das hat mich gerade auch geschüttelt muss ich ganz ehrlich sagen

00:35:05: Ja, und ich habe auch nicht mehr gewusst dass ich das geschrieben habe.

00:35:08: Das ist noch lustig wenn du so ein Kisternuss holst nach zwanzig Jahren und da lese ich das und ich meine alle in diesem Kreis wissen es sind gute Freunde von mir die wissen was sich die letzten zehn Jahre durchgemacht hat.

00:35:17: aber ich habe den Satz gelesen.

00:35:17: ich habe gefunden nein das gibt's ja nicht.

00:35:20: Ja, das ist wirklich sehr schön.

00:35:21: Du

00:35:21: hast schon auch dein Umfeld ist auch essentiell für die Unterstützung der Krise?

00:35:31: Ja auf jeden Fall.

00:35:32: Auf jeden Fall ist die Umfeld extrem wichtig.

00:35:38: Und ich habe ein wirklich gutes Umfeld, gute Freunde, gute Familie, gute Loved One Beziehung und das hilft.

00:35:47: Das hilft extrem.

00:35:48: Ja.

00:35:49: Wissen Sie denn verabschiedet auch für die Mutter?

00:35:51: Ja!

00:35:53: Es hat sich so wie auseinandergelebt... Man muss immer verstehen, dass eine Krise überfordert alle.

00:36:00: Und ich habe das am Anfang so schräg genommen, wie man lernen muss.

00:36:04: Du darfst es nicht persönlich nehmen, wenn jemand mit dem nicht klarkommt, weil jeder und jede hat seine eigene Hörangehensweise damit.

00:36:11: Ich musste einfach meinen Weg finden mit den Leuten, die ich gemerkt habe, die mir gut fühlen und mich unterstützen.

00:36:19: Mit denen bin ich jetzt viel näher geworden in den letzten Jahren auf jeden Fall.

00:36:24: Jetzt hast du alle persönliche Fragen von meiner Seite her.

00:36:28: Wie soll ich?

00:36:29: Am besten reagieren, wenn ich weiss, dass mein Gegenüber eine Diagnose kommt.

00:36:38: Was hättet ihr geholfen?

00:36:40: Oder aus deiner Erfahrung zu Hause?

00:36:43: Was hattet ihr geholt?

00:36:44: oder was sagst du lieber?

00:36:45: Hey weisst du was?

00:36:46: Lieber nicht zu nahe.

00:36:47: Ich meine gewisse Leute dienen dann irgendwie jeder Dampf anzuläuten.

00:36:52: Oder halt einfach ein bisschen ... Ja vordringlich, sage ich jetzt mal so...

00:37:00: Ich würde zwei Sachen sagen.

00:37:02: Wenn es jemand ist, der den Nächsten hat, dann wirst du selber auch emotional.

00:37:06: Und ich will mir für dich selbst Zeit nehmen um mit diesen Emotionen klar zu kommen und die für dich oder mit einem Aussprecher zu verarbeiten.

00:37:17: Die Person, die selber Diagnose ist nicht die richtige Person.

00:37:23: Das Umfeld ist nicht betroffen und sagt, krass, ich finde es so krass.

00:37:27: Ja, das muss wie für dich selber ins Reihen bringen.

00:37:31: Ich glaube die betroffene Person kann dir denen nicht weiterhelfen.

00:37:35: Und dann wenn du merkst... Es muss nicht perfekt sein!

00:37:38: Du kannst schnell alle Leute sagen hey, es tut mir leid, es ist ein Scheiss und so.

00:37:41: Also es geht ja darum um emotional empatisch bleiben zu können.

00:37:47: Aber was ich immer den Leuten sage und ich finde das noch einen guten Ansatz ist Wenn es um Krebs geht, haben wir immer Angst.

00:37:55: Oh, jetzt stirbt die Person und oh, dann muss man sich selber wie ein Tod auseinander.

00:37:59: Und es ist gerade so schwer!

00:38:01: Stelle doch einfach vor, dass diese Person jetzt beinbrochen wird.

00:38:05: Sie ist jetzt daheim und kann nicht mehr laufen und ist mega im Dilemma... Und du sagst, was machst du denn?

00:38:11: Dann ist es nicht mehr so natürlich.

00:38:13: Du sagst ja, wie geht's dir?

00:38:15: Was brauchst du?

00:38:15: Kann ich doch etwas einkaufen?

00:38:17: Also dann nimmt man die Schwere von dem Tod und der Gefahr aus dem Raum.

00:38:23: Es geht einfach nur darum, wie fühlt sich diese Person?

00:38:25: Was kann ich jetzt machen um wirklich so proaktiv zu sagen, dass du etwas brauchst.

00:38:30: Kann ich irgendetwas ... Willst du eins ziehen oder keine Ahnung?

00:38:33: Kann man zu dir Kaffee trinken?

00:38:36: Wie fragt ihr?

00:38:37: Wie gehts dir?

00:38:37: Und was brauchtest du?

00:38:38: Und meistens sagen die Leute, es ist alles gut.

00:38:44: Du brauchst nichts.

00:38:46: Dann kannst du noch einen Trick machen, dann kannst du zum Beispiel sagen hey look... Es würde mir jetzt nur eine Freude machen wenn ich für dich gehe einkaufen darf.

00:38:53: Kannst du mir diese Freude lassen?

00:38:55: Also weisst du wie?

00:38:56: Wie kannst du das umkehren?

00:38:58: Vor allem bei den Männern kannst du sagen Hey look!

00:38:59: Ich weiss du brauchst jetzt keine Hilfe aber wir wollen uns wirklich eine mega Freude tun wenn ich das für dich mache.

00:39:05: Und dann kehrst du wieder... ...dann ist schon... Und dann ist es vielleicht für die Gegenseite einfach zu sagen, also gut.

00:39:12: Ich schicke dir eine Posti-Liste.

00:39:15: Okay cool!

00:39:17: Ja spannend.

00:39:18: Martin, ich würde das auch gerade als Abschlusswort nehmen.

00:39:21: Das sind schon vierzehn Minuten herum.

00:39:23: Ich würde dir auch gerade zu Wort geben zum einenseits über dieses Buch «Mut zum Leben», was ja noch nicht draussen ist... Wahrscheinlich

00:39:35: bis der Podcast kommt, ist es ein Duss.

00:39:38: Aber ich mache gerne etwas Werbung.

00:39:40: Ja das habe ich schon geschrieben auf Englisch.

00:39:43: Der to live ist auf Deutsch dussen und muss zum Leben.

00:39:45: Das kommt in den nächsten zwei Wochen raus.

00:39:48: Es gibt noch einen fundamentalen Fehler wobei ich glaube dass es jetzt gut ist wirklich auf der Ziellinie und man kann das auf der Website bestellen oder über Amazon.

00:39:58: Es sind jetzt schon lustige, wie es zwei Buchhandlungen mich angefragt hat.

00:40:01: Ich muss herausfinden, wie man das Buch dann schicken kann.

00:40:04: Also ich schaue, dass man es irgendwo überall bestellen kann.

00:40:07: Aber am einfachsten ist es wahrscheinlich auf der Website genau.

00:40:11: Und vielleicht

00:40:13: sonst noch...

00:40:14: Super!

00:40:15: Und vielleicht auch noch etwas für Leute, die betroffen sind?

00:40:18: Wir machen im November einen Roadshow mit dem Film.

00:40:22: In Luzern und Liechtenstein und einmal online.

00:40:25: Ich zeige den Film der Doktor nochmal und mache noch einen Workshop, wo man verschiedene Tools besprechen oder die Helden reisen.

00:40:35: Es kann sein, dass das vielleicht auch jemand interessiert, um die Pfeile

00:40:40: zu übersehen.

00:40:41: Ist es irgendwo drauf, die Roadshow?

00:40:45: Ja ich kann dir das schicken, dann kannst du in die Show notes rein tun oder so.

00:40:49: Oder ich tu's dann auf meiner Website-Liste.

00:40:53: Martin, gibt es noch etwas, was du den Zuhörer will?

00:40:56: Und zuhörern möchtest du mit auf den Weg gehen?

00:40:58: Ganz allgemein.

00:41:01: Ich weiss nicht... Ja ich glaube das Wichtige oder was ich immer spannend finde ist um auf der Wege, dass man nicht zu viel von sich irgendwie fordert.

00:41:08: Also eines meiner Lebensmottoe ist Go Easy But Go also weniger als etwas Angeschehen.

00:41:14: Ja machen einen kleinen Schritt und mit einer gewissen Selbstliebe und dass du dir akzeptierst, wo du gerade bist.

00:41:21: Aber mach den kleinen Schritt.

00:41:22: Und oft sind wir so ja ich muss jetzt anders sein und das geht perfekt können.

00:41:26: So nein!

00:41:27: Ich glaube es ist okay einfach einen kleinen Schritt und go easy but go.

00:41:31: Genau.

00:41:32: Sehr schön danke.

00:41:34: Martin wie kann man dich erreichen, kontaktieren?

00:41:37: Sollte es Leute haben, die Interessen haben mehr über dich zu erfahren?

00:41:41: Ja auf jeden Fall.

00:41:41: also meine Website martinlinderbitzin.com Oder so einfach bin ich auf Insta, LinkedIn und YouTube.

00:41:50: Und ich glaube TikTok macht mein Team.

00:41:54: TikTok ist nicht mehr meine Welt.

00:41:57: Aber unter Dr.

00:41:59: Martin Indjabitzin ist der Social Media Handel genau.

00:42:02: Das ist am einfachsten!

00:42:04: Martin, vielen Dank für deine Zeit.

00:42:06: Ich habe mich gefreut.

00:42:07: Vielen Dank fürs spannende Gespräch.

00:42:09: Es hat auch sehr lässig gefunden, heute hier zu sein.

00:42:12: Danke vielmals.

00:42:12: Tschüss.

00:42:13: Tschüss!

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